Ostern liegt hinter uns. Nicht jedoch die Themen dioxinbelastete Eier. Nicht das Hühner, die alles andere als frei laufen, alles andere als glücklich die Eier liefern, die bei Ihnen auf dem Oster-, Frühstücks- und sonstigem Tisch landen. Nicht gefärbte sind zu kennzeichnen, bereits gefärbte nicht. Und und und. Was ändert sich denn eigentlich wirklich zugunsten der Verbraucher. Nehmen wir zum Beispiel diese Ostereier. Auf das Datum achten, bitte. Nein, nicht auf den Eiern. (Darauf eh). Nein – auf das Datum des Posts. Wie gut stehen wohl die Chancen, dass sich nicht jedes Jahr und ebenso unter dem laufenden Jahr immer nur das Thema des Skandals rund um das Ei, nicht aber die Tatsache ändert, dass die Skandale um Eier einfach kein Ende mehr nehmen? Erinnern Sie sich noch an den ersten Skandal rund um Eier? Wissen Sie noch, wann dieser war….? (Ohne nachzuguggeln?)
Wie optmistisch macht SIE, Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller, das in puncto Vertrauen bei der Kontrolle der Lebensmittel, ihrer Herstellung, der Betriebe, aus denen Tiere und Lebensmittel auf den Markt kommen? Und ———- nehmen Sie sich die Freiheit, aber auch selbst in die Pflicht, beim Einkauf auf manches dann konsequent zu verzichten? Hand auf’s Herz? Beispielsweise beim Kauf von ………..Geflügel? Kaufen Sie btw noch Hühner, kaufen Sie welche aus der TK- oder Kühl-Theke?
Auch nach dem ARD-Film?
Heimlich hatten Tierschützer aufgenommen, wie der Geflügelproduzent Wiesenhof mit seinen Tieren umgeht, den Bericht dazu finden Sie hier. Weil das Filmen illegal war, wollte die Staatsanwaltschaft nicht ermitteln. Das scheint nun anders beurteilt zu werden. Nach den Vorwürfen wegen Tierquälerei ermittle die Staatsanwaltschaft nun diesen Berichten zufolge doch gegen Wiesenhof.
Wird hier berichtet.
Bei Coop hatte man im September 2011 bereits reagiert. In Supermärkten hierzulande waren und sind sie dagegen bislang unverändert und ohne Unterbrechung soweit ersichtlich geblieben. Jedenfalls dort, wo meine Augen nach dem Bericht seither immer wieder mal danach Ausschau hielten. Hier und da tauchte eine andere “Marke” auf. Bei der man ein bisschen argwöhnisch überlegen mochte, woher die bislang nie gekannte “Marke” plötzlich stammte. Und was man den auf der Verpackung vorhandenen Angaben dazu entschlüssen konnte
[....Jaaaa, klar gugge ich mir sowas an - das überrascht SIE doch als regelmässige Hereinblinzler im Blog hier, oder da oder auch dort nicht mehr wirklich ??!?----Wirklich??]
und ob das Kind nicht nur einen anderen Namen, sprich anderes Etikett haben könnte. Wüssten Sie denn, ob und wie das vielleicht im Rahmen des Erlaubten sogar möglich wäre? Na? Raten Sie doch ruhig mal……….
Und vorbehaltlich einer etwas späteren Antwort auf diese Wissensfrage als Konsument: Allein schon, wenn und dass SIE es nicht ad hoc und aus der Hüfte geschossen wüssten und beantworten können, als Verbraucher, als Konsumenten,……….. wie finden Sie das?
Nun also ermitteln die Staatsanwälte. Ob sie glücklich oder glücklos dabei, nämlich ausreichend fündig und dadurch auch Ermittlungserebnisse erzielen werden, die über Ermittlungen hinaus führen zu……………? Zu was? Anklage? Änderung der Geschäftsmodelle der Lebensmittelproduzenten und -lieferanten und des Umgangs mit Tieren auf dem Weg bis in den Markt?
Ach ja…..Stichwort “Markt”. Kommen wir jetzt noch mal zurück zur Frage? Sie wissen schon: Kaufen Sie noch Hühner, kaufen Sie welche aus der TK- oder Kühl-Theke? Welche Hühner kaufen Sie …? Im Ganzen? Oder nur Teile? Und wo? Und von welchem Lieferanten….?
Falls Sie heute in Ihrem Supermarkt dran vorbeikommen – schauen Sie doch mal hin. Auf das Etikett. Der TK- und Kühlthekenware. Bei Geflügel. Beispielsweise.
Der erwähnte Beitrag ( noch in der ARD-Mediathek verfügbar) :
ARD-exclusiv: Das System Wiesenhof
Ausserdem aktuell interessante Infos und Termine zB :
Weitere Links, die Sie interessieren könnten:
- Ergänzende Info zum Beitrag “ARD-exclusiv: Das System Wiesenhof “ siehe auch : “Grenzen der Pressefreiheit – Wie Journalisten an der Recherche gehindert werden” und “Auf der Suche nach dem glücklichen Huhn”
- Wege zur Ernährungskompetenz – Sehenswert, Lesenswert, Hörenswert: Nährwert?
- Nachlese zum Thema “Das Huhn ganz privat: Wiesenhof, der Skandal und ein geplatzter Imagewechsel” FAZ 2.9.2011
- Geflügelkonzern kämpft gegen Journalisten
- Bundesumweltministerium stellt Leitfaden vor – Dioxin- und PCB-Einträge bei der Produktion von Lebensmitteln vermeiden
- Zu hohe Dioxin- und PCB-Werte in Eiern gefunden Foodwatch 5.4.2012
- Dioxin in Lebensmitteln, Stiftung Warentest 12.1.2012
- Bildquelle: (C) Liz Collet, RFL/RM hier, Print hier und dort und da














Zum Eier- und Dioxin-Skandal, der – nicht zum ersten Mal – im Themenfeld von Lebensmitteln, Lebensmittelskandalen und Verbraucherschutz auch und vor allem eines ist: Ein Kommunikationsskandal:
“Feed.Back”:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/dioxin-ein-eier-und-kommunikationsskandal-11713463.html