Damit Sie auch mal was Praktisches lernen…..

Soviel verrate ich Ihnen gleich vorweg: Nein, es ist nicht etwa jenes Tier, das mir ein Mandant vor einigen Jahren – noch in meiner ersten, Schwabinger Kanzlei  – an einem eiskalten Januarabend nach 20 Uhr sturmklingelnd an der Türe und fröhlich in einem blauen Plastiksack ins Haus brachte. Als „Bonus“. Und Ausdruck seiner Zufriedenheit für die anwaltliche Arbeit in seinen diversen Mandaten. Das in der Tüte damals befindliche Tier war noch unzerlegt – aber wenigstens vom Kopf bis zum Hinterteil der Länge nach halbiert. Ich weiss, ich reize jetzt Ihre bildliche Vorstellungskraft und Lachmuskeln, wenn ich Ihnen erzähle, dass es mir unmöglich war, jenem Mandanten ausreden zu wollen, mir dieses „Schmankerl“ aus seinem eigenen tierischem Bestand da zu lassen. So dass ein, zwei Stunden später eine kleine Anwältin nikolausgleich einen Sack über die Schulter gehievt das Haus in der Kurfürstenstrasse verliess, hoffte, dass niemand den seltsamen Abtransport beobachten und sich (vor allem vor dem Hintergrund eines damaligen bei uns geführten Mordprozesses) völlig falsche Gedanken machen würde….. und den „Fleischbonus“ in den Kofferraum des Autos zwischen für München selten hoch aufgetürmten Schneewehen wuchtete. Fragen Sie mich nicht, welchen Eindruck diese Beute daheim ankommend machte und welchen Ausdruck sie in den Augen (m) einer damaligen besseren Hälfte hinterliess, als ich den Sack auf die Arbeitsfläche meiner Burgküche hievte. Und fröhlich meine bessere Hälfte noch vor dem Öffnen der Tüte und dem damit möglichen Blick auf die darin befindlichen besten Hälften fragte:

„Haben wir sowas wie eine Axt oder ein Beil im Haus? Ich hätte da eine Leiche zu zerlegen…..und meine Messer hier werden das nicht so ganz schaffen….. “ 

Den Rest überlasse ich Ihrer Vorstellungskraft. Und mache es jetzt mal wie die Küchengötter. Und zwitschere fröhlich „Fleisch“. Und lasse Ihnen ein paar Bilder da. Und Sie müssen raten, welches es ist. Als Bonus zu diesem Thema.   Und damit Sie nicht immer nur die ARD losschicken müssen, wenn die im Markt checkt, was da so los ist und was Sie auf den Teller bekommen. Und womöglich ganz verlernen, selbst zu wissen, was was ist. Beim Einkaufen...womöglich noch mit Handelsblatt-Coupons für den richtigen Biss 😉 Und weil das ein bisserl unübersichtlich aussieht, was da im Sieb liegt, nachdem es abgebraust wurde, hier der Weg zum Detail, den einzelnen Teilen:

 

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Also: Was ist es und von welchem Tier?

😉

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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15 Antworten zu Damit Sie auch mal was Praktisches lernen…..

  1. frogger schreibt:

    Moin!
    Ich würd mal auf ein Reh tippen.
    Größe des Herzens und der Leber passen…

    Gruß,

    frogger

  2. bravo56 schreibt:

    Gans!
    Herz, Leber und nochwas, was nierenähnlich aussieht, mir für eine Niere aber ziemlich klein vorkommt.

  3. Liz schreibt:

    Gans ist es nicht. Die Organe sind aber richtig

  4. Liz schreibt:

    Reh ist gut erraten! Kompliment. Herz, Leber und Niere. 😉

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