Faszination Kaffee – Strategien für die Branche ?


Wo meine persönliche Faszination Kaffee liegt? Abgesehen vom längst berüchtigtem frühmorgendlichem 5stöckigem XXL³-Espresso, in dem der Espressolöffel stehend stecken bliebe, wenn ich einen solchen für Zucker benötigen würde? [Ich trinke ihn deepdeepblack – no sugar please, no spoon] . Der eben, der auch diesen Post beim Schreiben selbstverständlich begleitet?
Als Genuss, als Model, als Aroma, fotografisch ? Muss ich nicht erforschen. Das Drama beginnt erst da, wo und wenn sich der Boden der Espressobohnenbüchse erkennen lässt und kein Vorratspackerl im Schrank wäre. Manchmal nimmt man Lust auf Genuss einfach wie sie ist – der Kenner geniesst dann und schweigt. Die Lady auch. Nicht schweigend, sondern diskutierend trifft sich ab heute aber die Branche, die es – berufsbedingt – genauer wissen will und muss, weil sie die Zukunftsfähigkeit des Marktes beschäftigt. Damit es auch weiterhin genug Beschäftigte und geschäftlich Erfolgreiche dort braucht, wo Themen wie Fair Trade und Öko und Bio ebenfalls längst Einzug gehalten haben und im Markt des Coffee to Go das Prinzip des Verdrängungswettbewerbs allein nicht die Absatzmärkte sicher kann und wird.

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Ein leiser Trend gegen alles „to go“, gegen die Widersprüchlichkeit von Stress, Eile, Laufen, Konsum im Gehen und Weitergehen und Begriff und Leben und ERleben von Genuss im eigentlichen Sinne wird schon lange hörbar und unüberhörbar, wenn Sehnsüchte nach Kaffeehausatmosphäre laut werden oder  geplaudert über den Unterschied von Kaffee to go und der Genusszone Teestube, Tea Time, die eben noch „Zeit für Tee“, Zeit für Genuss und Geniessen bedeute. Auch weil man vielleicht Coffee to go konsumieren kann und mag oder eben macht. Aber Tee das Innehalten, das Einhalten, das Einhalten einer Zeit dafür, für Zubereitung, Ziehen und die hetzenden Menschen an sich vorbei ziehen zu lassen per se mit sich bringe, verlange und ………..Genuss. Verliert Coffee im Trend der Sehnsucht nach echtem Geniessen, das auch Zeit und Muße verlangt? Oder hält der Trend von to go, easy done, easy drunk, the daily junk of beans? Der seinen Weg in die Zukunft Kapsel für Kapsel sucht und mit den damit einhergehenden Müllkapseln nicht so wirklich ökologisch sinnvoll sein kann. Eigentlich. Aber wo es vorher die aromatisierten Pulvertütchen für den Tassenaufguss des Cappu waren, sind es nun eben die Kapseln. Andere Form, aber in Form für eine Zukunft der Branche? Nur ein Teil der Themen des heute und morgen in Wiesbaden stattfindenden 2. Deutschen Kaffeekongresses.

Dort fragt man sich, wo zukünftige Marktpotenziale für Außer-Haus-Markt, Bäckereien und LEH liegen und welche Kaffeekonzepte  sich auf dem Markt von morgen erfolgreich positionieren werden. Was können neue Kultkonzepte im Kaffee- und Coffee Shop Markt sein und werden und wie verbindet man das mit neuen Bakery Cafe Konzepten für Bäckereien und Konditoreien? Coffee to go – Das Megageschäft im Außer-Haus-Markt für Kaffee?

Coffee Bars auf der Linie mit und von Burger King? Was ist von Starbucks und einem Drive Thru Konzept zu halten ?

Und zwischen möglichen und machbaren Innovationen im Wettbewerb des Handels bei Pads und Kapseln, neuen Coffee- und Food-Servicekonzepten für die mobilen Kunden von morgen klingt mit der Frage nach „Back to the Roots – Authentizität, Premium/Genuss als Erfolgsfaktoren“ eine seltsam fremd anmutende Floskel durch, die wiederzubeleben scheinen will, was inmitten all der genannten Zukunftsideen nicht mehr so wirklich lebendig vorhanden scheint. Und wenn von „Kaffee-Oasen im GV-Markt – Was sind die neuen Marktpotenzialefür Kaffee im B2B Geschäft?“ die Rede ist, suggeriert das Insel, Insel in der Wüste, Insel zur Stillung von Bedarf und echtem Bedürfnis und Auszeit – und lebt gerade davon, dass diese in der Schnelligkeit und Schnellebigkeit des Konsums nicht wirklich Realität sein kann. Oder doch? Über den Umweg des Themas „Nachhaltigkeit“ vielleicht ? Weniger ist mehr? Klasse statt Masse? Mit Kaffeekonzepten, die mit Bio, Fair Trade und Preisdruck innovative Ansätze bieten? Oder doch nur ein begriffliches Marketing-Spotlight sind und bleiben, wo dann eben eher mit „Sweet Innovations 2012“ und der Hoffnung auf synergetische Effekte von Kaffee und Patisserie im Trend von Fingerfood, Häppchen und Snack to Go neue Impulse, Kauf- und Konsumanreize erschlossen, ausgeschöpft und bis zur Erschöpfung gesucht und angeboten werden? Eben doch hopphopphopp schnell weiter, lieber Kunde, pardon….. Häppchen für Häppchen ein Genuss mit Kaffee – und jetzt hopphopphopp, „der Nächste, bitte, das nächste Häppchen und Schlückchen, bitte !“ ………?

Weil das Thema letztendlich eines des Wettbewerbs ist. Bei dem die Frage ist, wo macht der Kunde, die Kundin auf dem Absatz kehrt ? Oder wo bringt Umkehr auf dem Absatz und dem Absatzmarkt zu … ja: wo bringt „back to Coffee als Genuss“ , zu Atmosphäre und Kultmarke mehr Absatz? Wo Absatz, Umsatz und viel Kaffeesatz in möglichst vielen Tassen, resp. Bechern to go  das entscheidende Ziel ist? Wenn es um Gewinner, Gewinn eben geht. Und den, der ihn macht?

Wer sind die Gewinner beim Konsumenten von morgen?
2. Deutscher Kaffeekongress 2012
24.01. – 25.01.2012, Dorint Pallas Hotel, Wiesbaden

To whom it might be of interest:
Liste der Referenten hier, Programm da und dort (PDF).
Quelle: The Conference Group GmbH, Infos hier entlang bitte.
Bildquelle: © Liz Collet, alle in der Slide enthaltenen Prints hier, alle auch bei MyGalliers Gallery und naturellement als RFL/RM Nutzungslizenzen. Wo? Scrollen, bitte, unten, bisschen rechts. Sie wissen, schon: im Menü und gern auf Anfrage.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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8 Antworten zu Faszination Kaffee – Strategien für die Branche ?

  1. Tourix schreibt:

    Darauf jetzt einen Tee …

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