Kloar….. black magic box: Die Organspende-Erklärung bei der Krankenkasse mit verbundenen Augen erfasst ?

Wortlaut :

„Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sieht keine Datenschutzrechtliche Bedenken an Teilen de Organspende- Neuregelung. Der Patient bleibe auch mit dem geplanten Gesetz „Herr seiner Daten“, versicherte er im Bundestag. Es sei zwar vorgesehen, dass die Kassen auf der Gesundheitskarte die Spendebereitschaft ihrer Versicherten verzeichneten. Einsicht auf sensible Gesundheitsdaten bekämen sie dadurch jedoch nicht. Nicht anonymisierte Daten zu Forschungszwecken würden nur mit Zustimmung der Patienten weitergegeben, so Bahr.

Ach ….. wirklich? Hm…. na:

Das darf und soll Herr Bahr mir bitte am System und am Gerät mal vormachen, für so ganz dumme kleine Lizchen: Wie man als Krankenkasse und -Versicherung die Daten erfasst, registriert, speichert, auf Karten speichert und auch tatsächlich, technisch, rechtlich und datenschutzrechtlich verantwortet. Ohne dass man Einblick in diese nehmen nicht nur könnte, sondern auch muss. Klooooar – Server, Datenerfassung, Gesundheitskarten und die technischen basics dazu sind sowas wie eine Wahlurne

(aus der allerdings auch die Zettelchen gezogen und gezählt und erfasst werden, wenn auch anonym und nicht namentlich nach Versicherten wie bei Organspende)

 eine rischtisch schöne kleine black magic box, in die üüüürgendwer bei der Krankenkasse doppeltblindversuchsgeschult den Willen pro/contra Organspende „einwirft“ oder einspeist oder einspeichert und es guggt niiiiiemand je dabei zu und rein und kann es dann checken, ob es auch wirklich drin ist und mit dem richtigen Text oder wenn der Versicherte die Meinung wieder ändern will.

Lieber Herr Bahr – für wie dumm halten Sie eigentlich Otto Normalverbraucher und Lizchen Müller? Oder wissen Sie selbst nicht, wie Datenerfassung, -Speicherung, -Kontrolle  und -Schutz schon rein technisch, praktisch, logistisch funktionieren müssen? Selbst wenn sie nicht den Zugriff benötigen für jederzeit mögliche Änderungen?

Und dass die Speicherung auch auf Gesundheitskarte bereits mittelfristiges Ziel ist, das wird nicht nur in diesem Interview nicht mal ansatzweise in Abrede gestellt. Im Gegenteil.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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