Haftbefehl gegen Chefarzt des Bamberger Klinikums

Press Review © Liz Collet

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Ein Chefarzt am Bamberger Klinikum soll Frauen betäubt haben, um sie dann sexuell zu missbrauchen.

Gegen ihn wurde Meldungen zufolge Haftbefehl erlassen.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am heutigen Mittwoch mitteilten, fanden die Ermittler bei dem 48-Jährigen zahlreiche Beweise, denn er habe Fotos von seinen Taten gemacht. Eine junge Frau erstattete Ende Juli Strafanzeige gegen den Chefarzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Mediziner sich noch an weiteren, bisher unbekannten Frauen vergriffen hat. Mehrere Opfer haben davon erst durch die Staatsanwaltschaft erfahren. Die Taten wurden offenbar auf „Unmengen an Fotos“ festgehalten.

Wie der BR berichtet, habe das Klinikum  einen Krisenstab eingerichtet und den Leitenden Arzt mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dies habe der Vorstandsvorsitzende der Sozialstiftung Bamberg, Xaver Frauenknecht, dem Bayerischen Rundfunk gegenüber erklärt.

Ein Blick auf die Website des Klinikums zeigt, dass auch für die betroffene Abteilung der Klinik der Gefässchirurgie  kein Chefarzt mehr zu sehen ist, der Link zum vormaligen Chefarzt geht zumindest dort bereits ins Leere. Nicht ohne den Namen gleichwohl noch im Link erkennen zu lassen, den man auch sonst noch samt Vita ebenso wie über die Google-Recherche mit maximal drei Klicks recherchieren kann und anhand der Informationen der Medien, die bereits berichten, dass es sich um den Leiter der Abteilung für Gefässchirurgie handle. Über den der Vorstandsvorsitzende des Klinikums gegenüber dem BR weiter als Infos bekannt gibt, dass der 48-jährige Familienvater  im Jahr 2005 nach Bamberg gekommen und kurz darauf zum Chefarzt befördert worden sei, sowie dass dieser national und international anerkannt gewesen sei. Seine Kollegen hätten äußerst bestürzt reagiert, als sie von der Klinikleitung über die Geschehnisse informiert wurden. 

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Über Liz Collet

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14 Antworten zu Haftbefehl gegen Chefarzt des Bamberger Klinikums

  1. Liz Collet schreibt:

    Klinikum Bamberg: Patientinnen betäubt und missbraucht
    Klinikum hat eine Hotline für möglicherweise Betroffene unter der Nummer 0951 / 50 30 eingerichtet

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