Deutschland braucht mehr …………..Seepferdchen! Hüa!

Tide  am Starnberger See  © Liz Collet

Tide am Starnberger See © Liz Collet

Sie auch? Irgendwann mal Ihr Seepferdchen gemacht?

Meines hab ich mir im Schwimmkurs im Münchner Nordbad erschwommen, in dem ich schwimmen lernte.Das müssen Sie mir glauben, denn aus dem Badeanzug, auf dem das Seepferchen aufgenäht war, bin ich schon eine Weile herausgewachsen.

Im Untergeschoss des Nordbades gab es ein Becken, das für solche Kurse geeignet war und wohin meine Eltern mit uns beiden Mädchen ein paar Mal für den Kurs fuhren, damit wir richtig schwimmen lernen würden, besser als am Badesee oder an der Isar, wo wir zum Baden gingen oder am Stausee in meiner Heimatstadt an der Romantischen Strasse, wo ich ungezählte Sommerferien- und andere Tage verbrachte.

Unsere Eltern wollten, dass wir das richtig können, noch bevor wir in die Schule kämen. Die Investition in die Kosten dieses Schwimmkurses machten sich nur für 50% der Töchter meiner Eltern bezahlt.Meine Schwester hatte den Sinn des Kurses irgendwie anders verstanden und mehr Spass daran, auf dem Schoss der Schwimmlehrerin Vicky zu sitzen, als schwimmen zu lernen.

Sie lernte es dann später doch noch, aber nicht in diesem Kurs.

Ich glich diese Gewinnlücke der Investition meiner Eltern in die Fähigkeiten, uns sicher im Wasser fortbewegen zu können, damit aus, dass ich auch gleich noch durch’s Becken Tauchen lernen und gar nicht wieder damit aufhören zu wollen. Und weil’s so schön war, auch noch Tieftauchen im Becken zum Heraufholen von Gewichten, die man dafür ins Wasser wirft.  Dabei war ich dann irgendwie nur 50% erfolgreich. Der Länge nach durch’s Becken Tauchen klappte fabelhaft. Sogar hin und her – den Atem anhalten no problem. Nur beim Tieftauchen stellte sich heraus, dass Kopfsprünge ein tieferes Becken als 1 m Wassertiefe sinnvoll erscheinen lassen. Gerüchte (und jahrelange familiäre Anekdoten) behaupten, eine der Fliesen am Boden des Nichtschwimmerbeckens im Nordbad habe heute noch eine fiese Schramme, weil sie meinem Dickkopf unterlegen sei….. alles fiese Gerüchte.

Entscheidend war nur, dass auf meinen quietschorangen Frottee-Badeanzug das Seepferdchen aufgenäht war, als ich den Kurs verliess. Es wurde später gegen andere Schwimmzeichen getauscht, die  ich mir erschwamm. Die ersten dann im grossen Schwimmbecken ebenfalls im Nordbad. Was sich als nicht unnützlich erwies, als ich ein paar Jahre später beim Segeln  durchkenterte und unter das Boot geriet. Da war dann auch die Fähigkeit zum Durchtauchen unter Boot und Segeltuch und das Bewahren kühlen Kopfes unter Wasser nicht schädlich. Manches macht sich langfristig bezahlt.  Manches sind beste Investitionen in die Zukunft und das Leben von Kindern und ………Erwachsenen.

Heute kann in Deutschland nur noch jedes zweite Kind unter 10 Jahren sicher schwimmen. Die Sache mit den 50% scheint nur unabänderlich. Denn das möchten NIVEA und die DLRG mit dem Projekt „Seepferdchen für alle“ ändern. Sie haben dazu aufgerufen, beide zu unterstützen, damit wieder mehr Kinder schwimmen lernen – wie der Bub in diesem Video. Die Spenden aus dieser Aktion gehen (genau wie die der Sommeraktion von NIVEA ) an die DLRG, die davon Schwimmtrainer ausbildet.

Vielleicht würden Sie es auch gern unterstützen? HIER entlang, bitte. Und teilen, teilen, teilen Sie es viele Male. Für viele, viele Seepferdchen. Sie können Leben retten. Das von Kindern. Und Kinder zu Lebensrettern werden lassen.

Sie können übrigens auch direkt selbst an die DLRG spenden. HIER.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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