Sexualstraftäter setzt Todesstrafe, pardon: Sterbehilfe gegen sich selbst durch

SOS © Liz Collet

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Es gibt Menschen, die bei Sexualstraftätern am liebsten die Todesstrafe verhängen (lassen) würden.

Es gibt Menschen, die eine Verhängung der Todesstrafe bei Sexual- wie anderen Straftätern ablehnen und sich gegen jede Todesstrafe einsetzen.

Es gibt einen Menschen, der seit 30 Jahren wegen Sexualstraftaten und Mordes inhaftiert ist und die Durchführung der Sterbehilfe gegen sich selbst durchgesetzt hat.

WIE diese Sterbehilfe dann medizinisch realisiert wird, darüber sind Details noch nicht berichtet, aber dass sie mit ärztlicher Hilfe erfolgen wird.

Der Mann sitzt in Belgien in Haft. Er betrachtet sich selbst als Gefahr für andere Menschen und die Gesellschaft, will keinesfalls wieder freigelassen werden, beklagt aber keine Behandlung zu erhalten, hierzu nicht in eine niederländische Klinik verlegt zu werden  und will daher seinen „unerträglichen psychischen Qualen“ in Haft ein Ende setzen.

Dieses Recht auf ärztliche Sterbehilfe hat er nun durchgesetzt.

In Belgien wurde Sterbehilfe 2002 legalisiert. Sie verzeichnet dort steigende und (zu hinterfragende, fragwürdige) Rekordzahlen. Fragwürdig auch hinsichtlich der Fälle, in denen sie sogar bei Kindern Sterbehilfe als legal billigt.

Es mutet grotesk an, dass über mangelhafte therapeutische Massnahmen für Sexualstraftäter diese das rechtlich und gerichtlich durchzusetzen anstrengen, was rechtsstaatlich dem Staat, der Gesellschaft nicht möglich ist: Die Tötung verurteilter Straftäter. Mittels Todesstrafe. Aber mittels ärztlicher Sterbehilfe wird diese realisierbar.

Ärztlicher Ethos? Ärztlicher Ethos, der Ärzten die Durchführung und Mitwirlung am Vollzug der Todesstrafe oft zitiert verbiete?

Es scheint kein Problem zu sein, wenn nur ein Straftäter die Inhaftierung allein und ohne andere therapeutische und medizinische Hilfe als  unterträglichen Leidensdruck geltend macht.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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