Mord im Krankenhaus: Nur jeder 4. Fall wird entdeckt?

Spitze der Nadel © Liz Collet

Spitze der Nadel © Liz Collet

Dies jedenfalls sagt der Professor für Psychiatrie von der Universität Witten/Herdecke Karl Beine, der Tötungsdelikte im Krankenhaus untersucht hat. Er geht davon aus, dass nicht einmal jede vierte Tötung entdeckt wird. Dabei ließen sich die Taten durchaus verhindern, würden die Vorgesetzten genauer hinschauen.

Die Frage stellt sich, folgt man seiner Aussage, ob Fälle wie in jüngster Zeit dann vermeidbar gewesen wären.

  • In Oldenburg steht seit Mitte September ein Pfleger vor Gericht, weil er drei Patienten tödliche Medikamente gespritzt haben soll. Aus Langeweile, wie  die Staatsanwaltschaft sagt.
  • In Sonthofen verurteilte 2006 das Landgericht Kempten Stephan L. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes in zwölf und Todschlags in 15 Fällen im Krankenhaus Sonthofen.
  • Jüngster bekannt gewordener Fall ist die Hebamme, die in München im Klinikum Grosshadern Frauen bei der Geburt lebensgefährliche blutverdünnende Mittel gespritzt haben soll. Das Leben der vier Patientinnen konnte nur in letzter Sekunde gerettet werden. Das Motiv der Hebamme ist bislang ungeklärt.

Die weitere Frage ist, wieviele Fälle von diesen bekannt gewordenen abgesehen, unentdeckt bleiben und geblieben sind.

Mit dem Thema befasst sich die heutige Sendung des BR, in der auch ein Pfleger zu Wort kommt, welcher selbst getötet hat.

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Über Liz Collet

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