Was wollen Sie aus dem Kopf haben?

Press Review © Liz Collet

Press Review © Liz Collet

Keine Ahnung, was man bei der BRIGITTE und deren Redaktion IM Kopf hat.

Aber was ich Ihnen – wie hier angekündigt – nun zeige, werden Sie (auch über die BRIGITTE und deren Umgang mit Werbeplacement) nicht mehr AUS dem Kopf bekommen.

Derzeit in den Medien zu lesen ist -u.a. eben bei der Brigitte – die Geschichte von Brittany Maynard, sie ist unheilbar an Krebs und zwar an einem Gehirntumor erkrankt.

Die Geschichte lesen Sie hier bei der BRIGITTE online unter dem Titel „Sterbehilfe -Diese Frau möchte in Würde sterben“

Sie ist 29 Jahre alt, frisch verheiratet und glücklich, ihr Mann und sie wollen nach der Hochzeit eine Familie gründen. Als Brittany Anfang 2014 wegen starker Kopfschmerzen zum Arzt geht, erhält sie die Diagnose und die Mitteilung, dass es keine Heilungschance gebe. Anfangs sagen ihr die Ärzte, sie werde  noch drei bis fünf Jahre leben, bei einer weiteren Untersuchung erweist sich der Hirntumor als aggressiver denn zuvor angenommen. Nun gibt man ihr eine Überlebenschance von nur noch sechs Monaten.

In einem Video wird hier von Brittany Maynard ihre Geschichte erzählt, ihre Pläne, ihre Gedanken –  und sie schildert ihren Plan am 1.11.2014 Selbstmord zu begehen und will mit dem Video die Debatte über Sterbehilfe fördern. Auch ihre Mutter kommt zu Wort, ebenso ihr Ehemann.

Es ist ein Video und eine Geschichte, die zweifellos kontrovers diskutierbar ist. Ebenso wie die Diskussion um (ärztlich assistierte) Sterbehilfe und Suizid. Das soll einem eigenen Post vorbehalten sein.

Hier möchte ich Ihren Blick auf etwas anderes lenken. Das zeigt, mit welchem Zynismus ignoriert wird, wie Werbung, Alltäglichkeit in sprachlos machender Banalität  die sensibelsten Themen der Gesellschaft nebeneinandersetzt und zwischen Werbung quetscht.

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Wo ein Gehirntumor im Kopf eines Menschen und sein Wunsch und Plan zum Suizid in hirnlosester Weise neben Werbeslogans gesetzt zu sehen ist, was andere aus dem Kopf bekommen wollen.

Geht’s noch????

Erzählen Sie mir nichts von vielleicht nur algorithmisch gesteuertem Werbeplacement!

Wer nicht begreift, dass das und derlei Werbeplacement fehl am Platz ist, braucht mir nicht weismachen zu wollen, dass er die Sensibilität und Sensitivität dann für das eigentliche Thema haben könnte und will.

Und dass es niemand bemerkt, entfernt und ändert, seit diese online sind, zeigt, wie banal und gleichgültig man Suizid und Sterbewillen und Äusserungen darüber längst begegnet.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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2 Antworten zu Was wollen Sie aus dem Kopf haben?

  1. ,,Erzählen Sie mir nichts von vielleicht nur algorithmisch gesteuertem Werbeplacement“
    klingt sehr nach:
    ,,Machen Sie mir mit Fakten und Arguementen nicht meinen ansonsten schönen Blogeintrag zunichte.“

  2. Liz Collet schreibt:

    Kein bisschen, bitte nichts hineinkonstruieren, was nicht dort steht. Unmissverständlich : Solche Werbung ist unmittelbar neben dem Sterbehilfebeitrag no go. Auch wenn es „nur“ algorithmisch bedingte Werbeplatzierung sein sollte, geht so eine dann bei solchen Themen schlicht nicht , ist kein Argument, das ich dann als Einwand gelten lasse, weil es dann schlicht und einfach anderes Management bei der Werbeplatzierung erfordert.

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