Mittelwert zwischen Anklage und Verteidigung – ein Kompromissurteil?

Rechtsweg  © Liz Collet

Rechtsweg © Liz Collet

Die Verteidigung hatte beim Strafmaß auf Hausarrest plädiert, die Anklage auf 10 Jahre Haft für Pistorius.

Nun hat die Richterin Pistorius zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, der seine 29-Jährige Freundin Reeva Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag 2013 durch die verschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen hatte.

Zudem verurteilte Richterin Masipa den behinderten Sportler zu drei Jahren Haft wegen rücksichtslosen Gebrauchs einer Waffe und setzte diesen Teil der Strafe auf fünf Jahre zur Bewährung aus.

Am 12. September hatte die Richterin ihn lediglich der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen und nicht wegen Mordes wie von der Anklage gefordert.
Nach südafrikanischem Recht wäre für fahrlässige Tötung eine Höchststrafe von bis zu 15 Jahren möglich gewesen. Masipa warf Pistorius jedoch „grobe Fahrlässigkeit“ vor. Er hätte wissen müssen, dass es für die Person dahinter kein Entkommen geben konnte.

Das Strafmass wird vielen wie ein Kompromiss auf halbem Weg zwischen den von Verteidigung und Anklage geforderten Strafen anmuten, für beide Seiten ist Berufung möglich.

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Über Liz Collet

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