Frauen im Abseits – Was Mütter erleben, wenn sie in den Beruf zurück wollen

Kindererziehungszeiten© Liz Collet

Kindererziehungszeiten© Liz Collet

Kennen Sie das schwäbische Modell im Arbeitsmarkt?
Das lernen Sie kennen, wenn Sie diesen rund 7-minütigen Videobeitrag des BR ansehen.
Und was (manche) Mütter auch sonst erleben, wenn sie in den Beruf zurück wollen.

Repräsentativ?

Nicht zwingend, aber interessant. Allerdings nicht nur von einer Seite des Arbeitsmarktes betrachtet, denn:

Dass auch Arbeitgeber nicht alle Probleme von Eltern (egal ob Väter oder Mütter) zu den eigenen machen lassen müssen, sollte sich allerdings auch von selbst verstehen.

Und wer im Vorstellungsgespräch bereits die Probleme der Regelung des Alltags mit seinen Kindern selbst zum Hindernis macht, sollte sich nicht wirklich wundern, dass dann auch der (potentielle) Arbeitgeber diese als Problem sehen könnte.

Gerade bei Führungskräften (um die es im Beitrag ja geht) darf man für die eigentlichen Aufgaben in der Position, für die sie sich bewerben, doch nicht nur erwarten, dass sie als Führungsqualitäten die Fähigkeit zu Timemanagement, Organisationskompetenz und auch „Notfallpläne“ bei auftretenden Problemen mitbringen. Für die Aufgabe in ihrem Job. Und warum dann nicht für ihr Familienleben und wie sie dieses mit dem Job in Einklang bringen.

Dazu gehört mindestens für den Normalalltag eine funktionierende Kinderbetreuung und auch ein Plan B für die Fälle, in denen Kinder mal krank sind und zuhause bleiben müssten. Dass es dennoch in Ausnahmefällen dann mal dazu führt, dass bei „Notfällen“ wie Krankheit ein Elternteil auch mal zuhause bleiben muss, ist eine andere Sache. Dafür hat das Gesetz seit langem Anspruch auf freie Tage für erkrankte Kinder eingeführt.

Wer Führungsqualitäten wirklich für einen Job mitbringt, organisiert sein Privat- und Familienleben so, dass nicht bei jedem „Störfall“ seines Alltages andere dafür einspringen müssen. Sondern seinen normalen Alltag so, dass er Zeitpuffer hat und behält, um für solche immer denkbaren Fälle erst mal selbst eine Lösung hat. Nur wer selbst schlecht organisiert ist, erwartet häufig, dass dann Kollegen und Vorgesetzte „Verständnis“ aufbringen und einspringen und umplanen müssen, wenn es bei ihnen selbst mal wieder „brennt“. Das aber ist dann eben nicht die Voraussetzung für uneingeschränkte Einsatzfähigkeit als Führungskraft.

Umdenken müssen nicht nur Arbeitgeber und Vorgesetzte, sondern auch nicht wenige Mütter, die mit dem Schild „Ich bin schliesslich Mutter“ vor sich her getragen erwarten, dass alle anderen deswegen immer Rücksicht darauf nehmen und alles um sie und ihr Familienleben herum bauen müssten, anstatt das eigentlich von ihnen selbst für Vereinbarkeit von Job und Familie machbare erst einmal auch von ihnen geleistet wird.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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