Zwischen Rücknahme und Rückruf – giftiges Spielzeug und ein Freibrief für Unternehmen?

Let's Talk About Money And Brands © Liz Collet

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Unter dem Namen „Lela“ wurde im Internet ein Rehkitz aus Kautschuk angeboten – ein Spielzeug für Säuglinge, die gerade Zähne bekommen. Ihnen soll das Kauen auf der als unbedenklich angepriesenen Zahnhilfe das Zahnen erleichtern.

Eltern, die ihren Babys dieses Produkt gekauft haben, wussten jedoch nicht, dass das Spielzeug wohl Stoffe etnhält, die stark krebserregend sind.
So entdeckte beispielsweise eine Mutter dies erst durch ein Urteil von „Ökotest“.

Dort hatte man festgestellt, dass das Rehkitz Nitrosamine enthält. Seit Jahren warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung vor Nitrosaminen in Spielzeug aus Kautschuk für Kinder unter drei Jahren, denn

„… sie können schon in kleinsten Mengen krebsauslösend sein, (…) die Schädigungen steigen linear mit der Dosis an …“

PLUSMINUS hat sich des Themas angenommen, das bei näherer Recherche noch mehr brisante Details mit Blick auf den Schutz von Verbrauchern offenbart, als die Schere zwischen Rücknahme und Rückruf mit ihren unterschiedlich wirksamen Folgen für das Unternehmen und Verbraucher.

Im konkreten Beispiel sieht das Landratsamt sich nur für die Frage einer Rücknahme zuständig, das Unternehmen darin den Freibrief mehr als die Rücknahme der unverkauften Artikel aus dem Handel nicht veranlassen zu müssen. Was die Geschäftsführung des Unternehmens als Wortspielerei und nicht der Mühe wert abtut, sich weiter darum kümmern zu müssen, was mit bereits verkauften Artikeln geschehen müsste.

Darüberhinaus aber ist der giftige Artikel nach wie vor im Handel – im Internet. Wie das geht, wird im Video von PLUSMINUS ebenfalls HIER gezeigt.

Offen geblieben ist – auch nach dem verständlicherweise ungutem Gefühl, das der Mutter bleibt, die nur hoffen kann, wie sie sagt, dass ihr Kind nie an Krebs erkranken werde – die Frage möglicher Produkthaftung des Unternehmens. Dieses wusste spätestens seit der Aufforderung zur Rücknahme vom Risiko. Und sah keine Veranlassung, sich mit der Frage auch eines Rückrufes zu befassen.

Weitere Infos zum Sendebeitrag HIER.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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