Die DRK, ein Kreisverband, ein Geschäftsführer und die Frage einer Kündigung {Nächster Akt}

Mediation © Liz Collet

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Im Verfahren „Ein DRK-Kreisverband, sein Geschäftsführer und das Arbeitsgericht Essen hat das Arbeitsgericht Essen zur Kündigung des Geschäftsführers des DRK-Kreisverbandes Termin zur mündlichen Verhandlung für 12.12.2014 anberaumt. 

Der Verband hatte das Arbeitsverhältnis am 29.07.2014 unter Einhaltung der im Arbeitsvertrag vereinbarten Frist zum 31.10.2015 gekündigt.

1.

Der Kläger ist der Ansicht, die Kündigung sei bereits aus formellen Gründen unwirksam, da weder ein Beschluss der Kreisversammlung noch ein ordnungsgemäßer Vorstandsbeschluss vorliege.

2.

a)

Der beklagte  Arbeitgeber wirft seinerseits  dem Geschäftsführer vor, er habe über einen Zeitraum von zwei Jahren mehrfach einen Kommunikationstrainer beauftragt und dabei pflichtwidrig die Zustimmung des Vorstandes nicht eingeholt. Der Kläger wendet ein,  es habe sich jeweils um Einzelaufträge gehandelt, mit denen er seinen Handlungsspielraum nicht überschritten habe.

b)

Weiterhin wird dem Kläger vorgeworfen, nicht fristgerecht einen Business-Plan eingereicht, keine substantiellen Vorschläge zur Verbesserung der Finanzlage unterbreitet, zu viele Kündigungen ausgesprochen und hierfür Abfindungszahlungen veranlasst zu haben.

c)

Zudem habe er eine falsche Eingruppierung zahlreicher Mitarbeiter und diesbezügliche Streitigkeiten mit dem Betriebsrat zu verantworten.

d)

Darüberhinaus habe er einer Mitarbeiterin die Übernahme von Kosten eines dualen Studiums zugesagt, ohne den konkreten Umfang festzulegen und ohne eine Rückzahlungsvereinbarung zu treffen.

Der Kammertermin findet am 12.12.2014 um 12.30 Uhr in Saal 1119 beim Arbeitsgericht Esse statt.

Arbeitsgericht Essen –  3 Ca 2194/14

Quelle: Pressemitteilung Arbeitsgericht Essen, 9.12.2014

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Über Liz Collet

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Eine Antwort zu Die DRK, ein Kreisverband, ein Geschäftsführer und die Frage einer Kündigung {Nächster Akt}

  1. Liz Collet schreibt:

    Der Streit zwischen dem Deutschen Roten Kreuz in Essen und dem gekündigten Geschäftsführer Alfred Scherer ist beigelegt. Beide Seiten einigten sich vor dem Arbeitsgericht.

    Scherer, der seit Juli freigestellt ist, wird demnach wie gehabt erst Ende Oktober kommenden Jahres ausscheiden und bis zum Auslaufen der Kündigungsfrist noch seine vollen Bezüge erhalten. Außerdem bekommt er eine Abfindung.

    Über die vereinbarte Höhe wurde gestern offiziell nichts bekannt. Scherer (55) war zweieinhalb Jahre als Kreisgeschäftsführer beim DRK beschäftigt. In der Regel erhalten Angestellte ein halbes Gehalt pro Beschäftigungsjahr. Dies und der vollständige Bericht auch über ungewöhnlich lange Kündigungsfristen und mehr und über den Termin vor dem Arbeitsgericht Essen HIER.
    Ausserdem:
    http://informer-magazine.de/2014/11/deutsches-rotes-kreuz-essen-schreibt-erneut-rote-zahlen/

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