„Die Frau mit dem Messer im Park, die wollte nur spielen….“ {Your daily dope… I know, You need and missed it..}

Spiel doch nicht das Unschuldslamm! © Liz Collet

Spiel doch nicht das Unschuldslamm! © Liz Collet

Eine Frau, die mit dem Messer im Park mörderisch aktiv ist?

Nur spielen?

Das kann Ihnen passieren. Während Sie als Radlfahrer dort vorbeikommen.

In meiner Isarmetropole kann das an manchen Ecken und Flecken vorkommen. Ich habe auf dem Heimweg von meiner Schwabinger Kanzlei ins alte Moosach hinüber an Abenden ebenso hell erleuchtete Tatorte erlebt am Luitpoldpark, wie stundenlange Szenerien am winterlich kaltem Nymphenburger Kanal bei der vis-à-vis des Hubertusbrunnen gelegenen zweiten Kanzlei oder wenige Schritte weiter Einsätze des SEK an der Architektenkammer für weitere kriminelle Schauplätze, die auch längere Abende mit Schriftsätzen beim Blick aus dem Fenster höchst kurzweilig werden liessen.

Und ungezählte andere mörderische Tatorte mitten im Leben und seien sie gar auf dem Weg zwischen der Schule des besten meiner Söhne am Isarhochufer zwischen Pullach und der City gelegen. Mord ist immer und überall und unvermutet gegenwärtig. Auch im eigenen Alltagsleben. Nicht nur mörderische Taten sind hier Alltag, sondern  jede Menge auch sonst justizrelevante.

Durchaus auch mit realeren wirklich mörderischen gewesen, im anwaltlichen Berufsleben. Und eben nicht allein telegenen und cineastischen, mit denen ich privatvergnüglich ebenso wie anwaltlich zu tun hatte. Strafrechtlich. Verlagsrechtlich. Nicht nur beim Drehbuchlesen von Krimiserien und anderem mehr. Aber auch für Kostümbildner und andere Filmschaffende, beispielsweise.

Mord ist ein besonderes Geschäft. Und manchmal Vergnügen. In den vielen Metern meiner Buchregale auch, aber das ist wieder eine eigene Passion. Wie vergnüglich es sein kann, schildert Ihnen aktuell einer derer, die an Morden selbst stricken. Für die SOKO 5113. HIER.

Insider wissen: Ich habe geradezu mörderisches Vergnügen am Kopfkino jenes Radlfahrers, dem der Puls vielleicht wirklich bissl höher ging, als allein die Pedalbewegung in seinem Kreislauf verursachte. Vielleicht aber auch nicht – und er nahm die Szenerie ebenso gelassen, wie man sich als Münchner eben daran gewöhnt hat, dass einem immer und überall irgendwo einer im Weg oder Radlweg stehen kann, der halt bissl spielen will. Ein Münchner fällt deszweng‘ ned glei vom Radl vor Schreck.

Schockiert war – fürchte ich – eher einst einer derer am Drehort im Luitpoldpark, den ich im Vorbeigehen knochentrocken fragte:

„Spielt der oder hat für den schon wer die Polizei gerufen? Oder kann der schon weg in die Rechtsmedizin?“

während ich spitbübisch mit dem Handy winkte, als würde ich diese schon anzurufen. Believe me – es gibt wenig, das den Puls von Filmcrews NOCH schneller Richtung Herzrasen treiben kann, als eine unfreiwillige Unterbrechung von Drehs am Drehort durch anrückende ECHTE Polizeibeamte, SpuSi und Co.

Mei, des muss ma dann halt auch aushalten, in meiner Isarmetropole. Am Set. A bissl Gaudi muss sein. Man gönnt sich ja sonst nix. Bei Mord, mitten in der Stadt und mitten im pulsierenden Leben. Wenn schon nicht hie und da einen Mord, an dem man selbst mitstrickt oder mitkritzelt.

Und …….PS @ Matthias Kiefersauer: A echter Münchner foit ned glei vom Radl zweng a bisserl Mord – der schaugt bloss einfach glei a bisserl drehbuchtauglich derschreckt drein, wenn er wieder mal über eine von de fui’n Leichn in München foit, die da umeinanderliegen und rumg’legt werd’n……… damit er die Szene ned ruiniert …… Stichwort: Spontankomparse. München hat halt Herz für Filmleut‘  🙂

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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