Exhumiert und fotografiert {Ham’s a Courage? Dann CLICK!}

Rechtsweg  © Liz Collet

Rechtsweg © Liz Collet

Gestern hatte ich es fast schon ausgezwitschert.

Dabei muss man es sich wirklich gut und mehr als zwei oder drei mal überlegen, bevor man Sätze wie diese sagt:

Als ich von Exhumieren und Fotografieren frotzelnd die Fantasie mancher Mitleser und Follower wild anzukurbeln schien, die – im Hintersinn meinen eigentlichen Beruf und damit  auch verbundene Tätigkeiten rund um Mord- und andere Fälle, die auch Rechts- und Gerichtsmedizin beschäftigen – wohl ihrem Kopfkino kaum noch hinterherkamen.

Dabei ist es nun mal wirklich so: Manches muss man ausbuddeln, exhumieren, um es fotografieren zu können.

Ich warne dennoch, derlei bei ahnungs- und harmlosem und erst recht bei nicht so harmlos denkendem Publikum allzu leichtsinnig laut zu sagen. Es gibt Berufe, die da wirklich gleich an Finsteres denken. Und Sie mancher Dinge verdächtigen könnten, die dann tatsächlich des Beistands eines Strafverteidigers bedürfen, um wüste Verdächtigungen wieder zu entkräften. CAVE – es gibt Fälle und Urteile, die selbst beim BGH bestätigt werden, ohne dass je die Leiche gefunden wurde. Heute geschehen im Fall „Mord ohne Leiche“.
Das Revisionsurteil betrifft die Ermordung einer seit April 2007 verschollenen Philippinin. Nach den Feststellungen des Landgerichts Köln war die Philippinin mit ihrem ehelichen Sohn nach Streitigkeiten mit ihrem Ehemann aus der gemeinsamen Wohnung im Haus der Angeklagten ausgezogen und hatte eine eigene Wohnung bezogen. Von dort war sie im April 2007 derart plötzlich und ohne Hinweis auf ihren Verbleib verschwunden, dass von ihrem unnatürlichen Tod auszugehen ist. Trotz umfangreicher Ermittlungsmaßnahmen konnten weder Spuren des Tatgeschehens noch die Leiche der Verschollenen gefunden werden.

Das Landgericht hatte in einem ersten Urteil im Indizienprozess den Ehemann, seine Schwester und seinen Schwager wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Aufhebung dieses Urteils wegen eines Verfahrensfehlers hat das Landgericht den Ehemann erneut verurteilt, aber die anderen Angeklagten mangels ausreichenden Nachweises einer Beteiligung an der Tötung der Verschollenen freigesprochen. Gegen die Verurteilung richtete sich die Revision des Ehemanns mit Verfahrensrügen und der Sachbeschwerde. Gegen den Freispruch wandte sich die Revision einer Nebenklägerin.

Der Bundesgerichtshof hat beide Rechtsmittel als unbegründet verworfen.

BGH – Urteil vom 30. Dezember 2014 – 2 StR 439/13 , Vorinstanz: LG Köln – Urteil vom 10. Januar 2013 – 111 Ks 1/12 – 90 Js 196/07
Quelle : Pressemitteilung des BGH vom 30.12.2014

Was der BGH dazu sagen würde, wenn die „Ermordete“ dereinst quicklebendig irgendwo  auftauchen würde? Geben Sie es zu – auch Ihnen würde so eine Wendung der Geschichte gefallen.

Uops…. beinahe hätte ich es jetzt vergessen, SIE wollen ja auch noch sehen, was ich heute exhumierte und fotografierte. Also gut, aber CAVE – Ich habe Sie gewarnt! Nicht dass mir hernach Klagen kommen, wegen seelischer Grausamkeit und Ähnlichem. Fühlen Sie sich stark genug und allem gewachsen, was Sie dann zu sehen bekommen könnten? Courage, Messieurs-dames!

CLICKEN Sie HIER!! LOS!!!

Keine Bange, es ist auszuhalten…. und allemal jugendfrei und nicht FSK-relevant.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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