Erhöhte Mahngebühren – ein profitables Geschäft mit der Verbraucherunwissenheit

© Liz Collet

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Obwohl gerichtlich bislang maximal 2,50 Euro als Mahngebühr anerkannt ist, fordern viele Unternehmen mehr als diesen Betrag und erhalten von Kunden auch mehr, weil diese nicht wissen, wieviel Mahngebühren betragen dürfen.

WISO hat sich des Themas in diesem Beitrag angenommen. Sehenswert, was bei der Anfrage bei Unternehmen als Ergebnis geschildert wird.

Vor allem, wenn man sich die Zahlen anhört, die allein Vodaphone mit überhöhten Mahngebühren nach den im Beitrag geschilderten Berechnungen damit vereinnahmt. In einer Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 24. Oktober 2014 (12 O 649/12) heißt es dazu, dass Vodafone-Kunden durch überhöhte Mahn- und Rücklastschriftgebühren in wenigen Monaten „ein Schaden von mindestens 8,85 Millionen Euro entstanden sei.“

  • Für die Privatwirtschaft gilt: 2,50 Euro haben Gerichte bislang als Grenze für Mahnkosten anerkannt.
  • Wer sich allerdings bei der Zahlung seiner Rundfunkbeiträge, Abwassergebühren oder Kfz-Steuer verspätet, muss mit weit höheren Gebühren rechnen:
    Auf Bundesebene gilt das Verwaltungs-Vollstreckungsgesetz. Dort ist geregelt, dass Mahngebühren „ein halbes Prozent des Mahnbetrages, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 150 Euro“ betragen dürfen. In Berlin wird auf das Bundesrecht verwiesen. Viele Bundesländer haben auch eigene Kostensatzungen. In der Regel gilt: Erlaubt sind Gebühren zwischen 5 und 150 Euro.

Ausserdem interessant:

 Die Themen der heutigen Sendung WISO, ZDF, 12.1.2015, 19:25 Uhr:

  • Multiresistente Keime
    Wie Sie sich schützen
  • Wohnungssuche
    Kein Zimmer frei für Ausländer
  • Altersarmut
    Kein Geld für Vorsorge
  • WISO-Tipp: Regeln auf der Ski-Piste
    Unfälle vermeiden – Versicherungen checken

Aktuell zum Thema auch diese Meldung:

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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