Klinikum Grosshadern – Abriss und Neubau

Needle's Eyes of Science © Liz Collet

Needle’s Eyes of Science © Liz Collet

In der heutigen Kabinettssitzung hat die Bayerische Staatsregierung grünes Licht für die Planung einer Neubaulösung am Standort Großhadern gegeben, bei welcher der Altbestand des Klinikums sukzessive durch neue Gebäude ersetzt werden soll.

Das Klinikum der Universität München ist mit über 2.000 Betten das größte bayerische Universitätsklinikum, davon sind allein über 1.200 Betten am Standort Großhadern.

Diese Neugestaltung des Universitätsklinikums in Großhadern bringe laut Wissenschaftsminister Spaenle langfristige Weichenstellung für Spitzenmedizin am Standort Großhadern.

Die Münchner Universitätsmedizin genieße in Forschung, Lehre und Krankenversorgung einen hervorragenden Ruf. Nach über 40 Betriebsjahren sei der Altbestand des Klinikums am Standort Großhadern allerdings stark sanierungsbedürftig. Deshalb seien heute die Weichen für eine zukunftsfähige Neugestaltung gestellt worden, erklärte er.

Das derzeitige mehr als 200 Meter lange und 60 Meter hohe Klinikum in Großhadern wurde 1977 fertiggestellt und galt seinerzeit als eines der modernsten Krankenhäuser Europas. Der Bau des Münchner Uniklinikums Großhadern dauerte seinerzeit bis zur Fertigstellung zehn Jahre und kostete seinerzeit 367 Millionen Mark.

Für die Kosten des Neubaus soll die Bayerische Staatsregierung 1 Milliarde Euro als Investitionsvolumen planen. 

Ziel sei es laut Spaenle, für Krankenversorgung, Forschung und Lehre in den nächsten 10 bis 20 Jahren flexible bauliche Strukturen zu schaffen, die es dem Klinikum ermöglichen, eine moderne patientenorientierte Zentrumsstruktur zu etablieren und auch in Zukunft neue Entwicklungen in der Medizin rasch umsetzen zu können. Eine besondere Herausforderung sei die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs während der Baumaßnahmen.

Dazu wird der Neubau neben den bestehenden und abzureissendem Gebäude erfolgen.

Mit einer Neubaulösung würden die Belastungen für Patienten, Mitarbeiter und Studierende so gering wie möglich gehalten. Die Bauzeit für einen Neubau sei im Vergleich zu einer Sanierung deutlich kürzer. Gleichzeitig fallen – so Minister Spaenle – die Gesamtkosten einer Neubaulösung nicht höher aus als die Kosten für eine Sanierung, die 29 Jahre Zeit benötigt hätte.

In einem ersten Schritt sollen nun die Planungen für den ersten Bauabschnitt beginnen. Für das Gesamtkonzept soll ein Realisierungswettbewerb durchgeführt werden, um strukturell, medizinisch, aber auch städtebaulich und gestalterisch eine optimale Lösung zu finden.

Quelle: Mitteilung Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus | Wissenschaft und Kunst vom 27.1.2015

Bild: Needle’s Eyes of Science © Liz Collet

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Über Liz Collet

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