Frauen werden sowas von diskriminiert! {oder: Kosmetisch kaschierte Ausbeutung}

Freiheiten © Liz Collet

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Die wahren Felder der Diskriminierung liegen nicht im Arbeitsrecht. Doch da auch.

Aber dort wird ihnen ausgiebig Aufmerksamkeit gewidment. Und Diskussion. Leider nicht unbedingt auch mit dem Effekt, dass sich daran erstens viel und zweitens schnell und dritten vor allem zugunsten der Bezahlung gleichen Lohns für gleiche Arbeit was ändern würde. Aber es wird ausgiebig darüber geredet.

Reden ist das Placebo des Rechts, das die einen den anderen so lange wie möglich nicht gewähren wollen. Und wenn schon, dann wenigstens nicht so schnell auch noch ein gleiches Recht.

Es hat mehr als nur ein paar Jahrzehnte seit der Einführung des Frauenwahlrechts gedauert, bis Frauen Arbeitsverträge eingehen durften oder Konten einrichten, ohne die Zustimmung ihres Vormunds, äh…. pardon: Ehemannes.

Btw…. wissen Sie, seit wann Frauen in Deutschland Arbeitsverträge oder Kontoeröffnungen ohne Zustimmung des Ehemannes abschliessen konnten?

Nun, nachdem es wie gesagt einige Zeit gedauert hatte, bis sie das überhaupt durften, kann man nicht erwarten, dass man ihnen den Spass an der Arbeit nicht wenigsten noch damit zu nehmen versuchen dürfte, dass man sie schlechter bezahlt.

Bis sie einerseits den Spass bisschen an der Arbeit ernüchtert verlieren, wenn sie genauso viel oder noch mehr arbeiten, um im Job ihren Mann zu stehen und vielleicht endlich auch gleiche Chancen auf Job, Beförderung und Bezahlung zu haben. 

Und andererseits sich Mutterinstinkt und lauter tickende biologische Uhr ihnen den Gedanken zu versüssen beginnen, noch einen anderen Sinn zu suchen, als die eh schlechter bezahlte Arbeit. Wenn sie dann eine Weile ausser Gefecht, …also: in Mutterschutz verführt worden sind, kehren sie entweder eh eine Weile oder nicht mehr an den Platz im Ausbildungsberuf zurück (Familien ziehen bekanntlich auch mal um, wenn sie sich vergrössert haben oder der Göttergatte die Familie jobbedingt mitumzieht) oder sie kann eh nur noch Teilzeit (KiTa-Zeiten u.a.) oder sie muss Teilzeit oder anderes schlucken, weil sie eh nur Vertrag hatte oder in Firma tätig war, wo manche Regeln eh nicht zu ihren Gunsten gelten. Die Sache mit equal pay wird also noch eine Zeit lang „Wunschträumschn“ bleiben.

Umso ärgerlicher dann aber, wenn sich auch noch ungleiche Preise zu Lasten von Frauen im Alltag doppelt nachteilig für sie im Budget auswirken. Beim Einkauf. Wo bei einer ganzen Reihe von Artikeln offenkundig bewusst teurere Preise für Frauen als für Männer vom Handel gestaltet werden.

Beispiele dazu finden Sie in diesem Text-Beitrag des NDR.

Und als Videobeitrag der Sendung HIER.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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