Im Märzen der Spargelbauer?

Schlemmen mit Spargel© Liz Collet

Schlemmen mit Spargel© Liz Collet

„Deutscher Spargel“ zum Kilopreis von 3,98 Euro (oder auch bissi teurer für rund 15,90 Euro) JETZT schon im Handel?

Kaufen SIE den?

Ohne sich zu wundern, ohne nachzufragen, den Händler Ihres Vertrauens, woher der „deutsche Spargel“ denn kommt und wieso der jetzt schon vor eigentlicher Saison kommt?

Also: woher ganz genau der kommt?

Damit Sie für solche Fragen und die Antworten auf Augenhöhe mit dem Händler Ihres (berechtigten oder vielleicht nicht immer berechtigten?) Vertrauens gerüstet und informiert genug sind, kleiner Tipp. HIER.

Über sog. deutschen Spargel. Zusammen mit einem kurzem Videobeitrag des WDR, der interessant ist, wenn auch für meinen Gusto genau eine Frage zu wenig gestellt hat, die für den Zuschauer offen blieb. Aber die können SIE dann ja stellen, dem Händler in Ihrer Nähe, der vielleicht auch jetzt schon deutschen Spargel zum Kilo-Preis von 3,98 Euro anbietet.

Und wie „saisonal“ oder „regional“ oder „deutsch“ dieser wirklich ist und je nach Preis wirklich sein kann. Oder auch nicht. Deutscher Spargel jetzt zum Kilopreis von 3,98 Euro würde MICH jedenfalls stutzig machen.Wo er selbst in der Hauptsaison vor der Einführung des Mindestlohns zwischen 8 und 10 Euro im Kilopreis kostet(e).

Und schon aus reiner Neugier (und einer gehörigen Portion Skepsis) würde mich das dem Händler Fragen stellen lassen.

Nicht dass mich irgendeine der dann denkbaren und erfolgenden Antworten bewegen würde, eine gehörige oder auch nur kleine Portion Spargels zu kaufen.

Ich warte lieber, bis der deutsche Spargel Saison hat und auf den Markt kommt, der wirklich saisonal und nicht mit fossiler Energie unter künstlicher Bodenerwärmung produziert wurde und dann auch noch bis zu 100% teurer verkauft wird. Weil angeblich Sie, ich und der böse Verbraucher den Spargelbauern mit Nachfragen nach immer früher im Jahr produziertem Spargel dazu nötigen würden.

Man kann ja bei Begriff „saisonal“ sehr dehnbare Ansichten haben.  Oder auch nicht.

Aber wenn SIE solchen Spargel wollen, der so produziert wird, bitte sehr. Jedem das Seine.  Aber sagen Sie nachher nicht, Sie hätten’s nicht gewusst. Oder gewollt. Sie doch nicht, Sie mit Ihrem blütenreinem, spargelweissem Gewissen als Foodethiker de Luxe.

Ni X für U ngut!

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
Dieser Beitrag wurde unter Lebensmittelrecht, Münchner Spitzerln, Murnauer Spitzerl, Ni X für U ngut, Verbraucherschutz und Verbraucherrecht abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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