Mein Wald, Dein Wald, meine Waffe, Wolf!

Zwischen den Eichen © Liz Collet

Zwischen den Eichen © Liz Collet

Der NaBu-Vorsitzende Holger Buschmann soll der „Allgemeinen Zeitung“ und weiteren Berichten zufolge

„negative körperliche Reize“

vorgeschlagen haben, die Wölfen klarmachen sollen,

„dass die Nähe zu Menschen kein erstrebenswerter Aufenthaltsort ist“.

„Negative körperliche Reize?“ ist ja eine charmante Umschreibung, die von Hauen bis Foltern viel bedeuten kann.

Gekleidet in sowas wie  Waldorfrhetorik und -schulung des Wolfes. 

„Du, Du, Du, darfst Du das, Wölfchen?“

Die mit dem Wolf (Buchstaben oder anderes) tanzen?

Dem Bericht zufolge könnte man das den Wölfen etwa mit Gummigeschossen oder Paintball-Munition klarmachen.

(Ich kämpfe mit Kicherreizen ungeachtet des durchaus ernsten Themas, überhören Sie bitte etwaiges Kichern aus dem Off dieser Bühne; Nur so en passant, ich bin ja ein Schelm, der manchmal Übles denkt…. : Bekommt der NABU eigentlich Sponsoring von Paintball-Herstellern oder so? *Ironiemodus.on.off*).

Ein „fundiertes Wolfsmanagement“ sowie Maßnahmen gegen „verhaltensauffällige Wölfe“ zu fordern ist nicht nur verbal eine nicht so wirklich zielführende Lösung, wenn der Mensch und nicht etwa nur bewaffnete oder den Forst begehende Jäger oder Förster, sondern Bauern oder jeder andere der Menschen und damit auch Familien und Kinder beim familiären Auslauf in die Naturschönheiten ihrer Freizeitregion von Rudeln ebenso umzingelt werden könnten wie von einzelnem verhaltensauffälligem Wolf unerwünscht nahe angegangen werden könnten.

Verhaltensauffällig sollen dabei solche Tiere gelten, die keine Scheu vor dem Menschen zeigen. Normalerweise meiden Wölfe den Menschen.
Normalerweise hat man aber auch weder Paintball noch Gummigeschosse oder andere Verteidigungsmittel bei sich, um „fundiertes Wolfsmanagement“ zu praktizieren. Zudem ist die Frage nicht völlig fernliegend, ob und welche Reaktion man mit Paintball, Gummigeschossen oder (Not macht erfinderisch) Tannenzapfen oder Ähnlichem beim eh verhaltensauffälligen Wolf oder Wolfsrudel auslösen würde.

Nichts gegen Naturschutz und Natur- und Tierlieb. Aber Naturschutzromantik allein und Verbalakrobatik mit Begriffen des „fundierten Wolfsmanagements“ allein wird man der Problematik mutmasslich nicht so wirklich gerecht werden.

Mein Grossvater ging ja nie ohne einen richtig stabilen Spazierstock in den Wald und brachte mir bei, selbiges zu tun oder sich dort als erstes immer gleich mal einen stabilen Stecken in mittlerer Knüppelstärke zu schnappen. Bevor man durch den grünen Wald trabt. Der genügt aber natürlich eher nur für den geringerdistanztauglichen Einsatz. Vielleicht doch demnächst

„Mein Wald, Dein Wald, meine Waffe, schleich Dich lieber Wölfchen!“ ….?

Das könnte dort nicht so ganz reichen, wo Wölfe wie unlängst bereits an die Stadtgrenzen ihr Revier beanspruchen.

Irgendjemand bessere Ideen, als Paintball- und Gummigeschossbewaffnung und eher fabulös, statt fabelhaft anmutende Wortakrobatik wie „fundiertes Wolfsmanagement“ im Umgang mit dem fabel.haften Meister Isegrimm ?

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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