Wenn der Milchlaster mit 2,5 Promille nicht mehr auf seinen 12 Rädern fahren kann….

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G’standene Wadln © Liz Collet

….kippt er schon mal um.

Wie so mancher Milchlasterfahrer auf zwei Beinen auch, wenn er  mit 2,5 Promille im Blut auf selbigen unterwegs ist. Und sein Laster nicht seiner, aber sein Laster vor allem der Alkohol, den er konsumiert und nicht die Milch ist, die er transportiert.

Milchlaster kippen – also normalerweise – nicht aus dem Stand heraus und auf der Fahrt sonst von selber um. Zu dieser Geschichte am Ende des Posts dann gleich mehr.

Man könnte aus ihr durchaus hübsche Textaufgaben für Matheschüler stricken und häkeln. Wie etwa diejenige, wieviele Liter Alkohol bei soundsoviel Prozent Alkohol des Getränkes und bei 4 Tonnen oder soundsoviel Litern Milch in einem Milchtransporter nötig wären, um einen Promillegehalt von 2,5  in der Milch im Laster zu erreichen. Was die so scheckig-heitere Zusatzfrage ermöglichen würde, ob und in welcher Weise Alkohol in der Milch in geschlossenen Milchlastern erstens überhaupt und wenn ja in welcher Zeit abgebaut wird, wie im Blut und wenn nein, warum nicht?

Oder wieviele Pferdestärken (vierbeiniger Rösser) wohl nötig sind, um einen Milchtransporter (mit anzugebendem Gewicht) wieder aus einem (tiefverschneitem oder nicht verschneitem) Graben zu zubbeln und zu ziehen.

Diabolische Geister kichern über so hundsgemeine Rechenaufgaben sich selbst so scheckig wie die buntscheckigen, gefleckten Milchlieferanten auf Weiden, während dem Schüler  heutiger Zeit schon bei dem Stichwort Textaufgabe der kalte Schweiss ausbricht, als sässe er nicht nur über einer Prüfung, sondern stünde unter Alkoholentzug. Wenn es für solche Fragen keine Apps und anderen Schnell-Lösungen gibt, die er im allgegenwärtigen Mobile in der Hand hat, aus der er dieses selbst in Prüfungen am liebsten nicht legen würde.

Natürlich kann man aus der Geschichte auch für Schüler im führerscheinnahen Alter nette Aufgaben basteln, die auch andere Schulfächer alltagsnah bereichern.

Und ganz nebenbei ein Wörtchen dabei einstreuen, dass und welche Folgen Alkohol generell, erst recht am Steuer oder Lenkrad eines Fahrzeugs und im Alltag und auch rund um und nach Folgen des Alkoholgenusses bei zünftigen Anlässen mit sich bringen und lieber ausgelassen werden sollten. Wenn man ausgelassen feiert. Und nachher nicht nur einen Brummschädel, sondern vorher wie nachher und nach dem Tod einiger alkoholertränkter cerebralen Bytes noch genug Grips im Hirn haben möchte. Zu dem auch die Erkenntnis (nicht erst nach Schaden) gehört, dass man sich nicht die Birne zudröhnen muss, um zünftig oder als angebliches Brauchtum zu feiern und seinen Mann zu stehen und sich als solcher zu beweisen.

Zumal Brauchtum als solches schon in nüchternem Zustand und nicht erst auf dem Heimweg Gefahren und Risiken genug birgt.

Brauchtum kann Gaudi sein, ist aber nicht immer ungefährlich.

Das gilt auch rund um Maifeste und Maidulten.

Für die auch hier in der guten Stube bereits fleissig vorbereitet wird, also lassen Sie uns nicht im Regen stehen, vor allem nicht alleine dort. Sondern werfen Sie sich in Schale und geeignete Wetterjacken und begeben Sie sich hurtig und gut beschirmt und vor allem gut gelaunt und marktlustig auf den Weg. Entlang desselben gibt es manches  Interessantes und Gutes. Und zum Stärken und Aufwärmen der regenerfrischten Besucher gibt ’s nicht nur im Kaffehaus Krönner, beim Griesbräu oder anderen Schmankerlecken genug Verführerisches. Aktuelle Ausstellungen locken zudem ins Schlossmuseum. 

Also brummeln Sie nicht über’s Regenwetter, für das Petrus allenfalls in südlicheren Ländern heute eigentlich eine Abmahnung riskiert! Bevor Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und’s Sopherl noch nicht da waren, sind wir hier froh, wenn sich die schon eingetopften Kräuter und Blumen keine Eiszapfen an den Wurzelzehen bei Neuschnee und Frost einfangen und unter weissen Schneehauberln ins Blaue Land schauen müssten.

Es gibt ärgere Gefahren als Regen. Oder selbst Schnee. Auch rund um den Maibaum, der eingangs der Maitage und -feste aufgestellt und vorher stibizt wird und dann wieder ausgelöst werden muss.

Gefährlich weniger wegen der (eiiiiigentlich vielfach unbekannten auch) strafrechtlichen und ordnungsrechtlichen Relevanz. Auch wenn davon in der Praxis eher zurückhaltend Gebrauch gemacht wird, jedenfalls dem Maibaumstibizen selbst Konsequenzen folgen zu lassen.

Nein, gefährlich ist es deswegen, weil das Stellen wie Fällen von Bäumen eine Tätigkeit ist, die unfallträchtig sein kann. Interessant für Juristen können spätestens dann durchaus auch die rechtlichen Folgen werden, die mit Fragen der Kranken-, Unfall- , Haftpflicht- und bis hin zur Lebensversichungerung einhergehen können.

So wurde in Hiltersried im Landkreis Cham ein 19-jähriger Helfer schwer verletzt, als eine sogenannte „Schwalbe“ zerbrach. Die hat mit Fussball und wehklagenden Schreien auf dem Spielfeld nach vorgeblichem Foul nix zu tun, sondern ist eine jener Hebestangen, mit deren Hilfe ein Maibaum in die Senkrechte gebracht wird. Die herabfallenden Holzteile trafen ihn an Schulter und Oberkörper so schwr, dass er Berichten der Polizei Waldmünchen zufolge mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Regensburg transportiert werden musste.

Man kann dem Verletzten wie dem des folgenden Beispiels nur gute Besserung wünschen.

Denn auch beim Maibaumfest einer Ausflugsgaststätte in Pentling bei Regensburg war der Baum schon zu zwei Dritteln aufgerichtet, als er aus unbekannter Ursache aus der Halterung rutschte und zu Boden stürzte. Dabei wurde ein 60-jähriger Helfer der Freiwilligen Feuerwehr von dem Baum am Bein getroffen und musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Der Baum wurde Berichten zufolge noch an Ort und Stelle zersägt.

Merke:

Maibäume, die gestandene Männer, Männer wie ein Baum, niederstrecken, werden ratzfatz auch zu Klein- und Brennholz gemacht!
Holzauge um Holzauge. …..Oder  so.

Während die genannten Fälle rund um den Maibaum für die Betroffenen mit ihren Verletzungen nicht zum Kichern Anlass geben, kommt man bei einer anderen Unfallmeldung des langen Wochenendes nicht mal mit allergrösster Selbstbeherrschung der Schmunzelfältchen und Gesichtszüge um dieses herum.

Ich versuche es dennoch: NICHT KICHERN, aber………. ich gebe zu, es fällt schwer angesichts der Ironie diesen „Schicksals“, das ausgerechnet den Fahrer eines Milchtransporters wegen alkoholbedingter Einschränkung der Fahrtüchtigkeit mit seinem Laster im Graben und dort umkippen lässt?

Bei soviel Milch, die müde Männer – will man Werbung glauben – munter machen soll (und damit sicher auch fahrtüchtig…also: EIGENTLICH fahrtüchtig und munter), tankt einer soviel bis zu einem solchen Promillegehalt aus der falschen Buddel? Man kann nur froh sein, dass der Fahrer „nur“ mit einem Sattelschlepper und 4 Tonnen Milch und nicht mit Tanklaster oder anderen Gefahrengut-Transportern unterwegs war.

Zum Glück ohne weiteren Personenschaden Unbeteiligter und – abgesehen vom Sachschaden am eigenen Fahrzeug (und damit seines Arbeitgebers) und etwaiger Flurschäden an Strasse und Graben und der Einsatzkosten – auch ohne Sachschaden für Dritte. Die Chancen von Autofahrern in Pkws gegen Laster, Sattelschlepper & Co bei Unfällen sind bekanntlich eher suboptimal, wenn einer der letzteren nicht „nur“ im Graben landet, sondern mit ersteren kollidiert.

In der Haut des Fahrers möchte man gleichwohl nicht stecken.

Spätestens beim Gespräch mit seinem Arbeitgeber. Der allerdings wird ihm mutmaßlich mehr als nur ein Glas Milch zum Gespräch anbieten oder ankündigen. Und ihm und sich mehr als nur ein paar Fragen stellen müssen.

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Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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