Anklage gegen Asylbewerber wegen vorgetäuschter Entführung der Tochter

Justiz © Liz Collet

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Der Fall des verschwundenen Mädchens im März und die Suche in und um Parsberg hatte die Medien und soziale Medien gefüllt.

Der Vater des Kindes, ein Asylbewerber aus Parsberg, hatte das Mädchen im März als vermisst gemeldet, es sei in einem kurzen Moment seiner Ablenkung verschwunden. Daraufhin suchte die Polizei in und um Parsberg mehrere Tage lang mit Unterstützung von Hubschraubern und Spürhunden nach dem Mädchen. In dieser Zeit war auch ein Erpresserbrief bei der Polizei eingegangen.

Die Suche endete erst, als man herausfand, daß das Mädchen bei ihrem Onkel in Berlin war. Vater und Onkel des Kindes hatten die Entführung nur inszeniert und kamen deswegen zunächst auch in Untersuchungshaft. Laut Mittelbayerischer Zeitung hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Anklage gegen den Vater und Onkel des Mädchens wegen Vortäuschens einer Straftat erhoben. Der Vater und der Onkel des Mädchens haben in dem Verfahren entweder mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu rechnen.

Eine Anklage wegen erpresserischen Menschraubs sei jedoch trotz des bei der Polizei eingegangenen Erpresserbriefes nicht möglich und erfolgt. In dem Brief sei zwar gedroht worden,  dem Mädchen werde etwas zustoßen, wenn kein Geld an ihn bezahlt werde. Es sei aber laut Staatsanwaltschaft nicht beweisbar, dass das Schreiben vom Vater oder dem Onkel des Kindes verfasst worden wäre.

Die Staatsanwaltschaft  stufte die Fluchtgefahr der beiden Angeklagten als nicht sehr hoch ein und hatte Onkel und Vater des Mädchens gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Vater solle mit dieser Aktion versucht haben, der Abschiebung zu entgehen. Das Mädchen wurde nach ihrem Auffinden bei ihrer Mutter untergebracht.

Der Bericht der Mittelbayerischen Zeitung heute dazu HIER.

Berichte des BR zum Fall:

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Über Liz Collet

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