„Jahrhundertentscheidung mit enormer Tragweite für die gesamte Region“: Uniklinikum Augsburg

Freiheit von Wissenschaft und Forschung © Liz Collet

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Wie vorab berichtet befindet sich das Klinikum Augsburg  auf dem Weg zum Uniklinikum.

In der gestrigen Kabinettssitzung wurde diese – so der bayerische Ministerpräsident – „Jahrhundertentscheidung mit enormer Tragweite für die gesamte Region“ weiter vorangebracht. 

Das Kabinett hat  über den Stand der Umsetzung beim Aufbau eines Universitätsklinikums in Augsburg beraten und die Eckpunkte für die weiteren Schritte insbesondere zur Trägerschaft des künftigen Universitätsklinikums und zum wissenschaftlichen Konzept beschlossen. Die Entscheidung, das Klinikum in Augsburg zu einem sechsten Universitätsklinikum in Bayern fortzuentwickeln werde die medizinische Wissenschaft und Forschung in Bayern ergänzen und bereichern und zugleich zum Motor für die Region Augsburg und Schwaben insgesamt werden.  Mit der gestern getroffenen Entscheidung  über die Trägerschaft und die Eckpunkte für das wissenschaftliche Konzept des künftigen Uniklinikums befinde man sich nun auf der Zielgeraden.

Auf Vorschlag von Wissenschaftsminister Spaenle hat der Ministerrat beschlossen, das Universitätsklinikum Augsburg künftig in staatlicher Trägerschaft zu führen, die Überführung in staatliche Trägerschaft werde 2018 abgeschlossen sein und mit einer klaren Organisationsstruktur die Aufgaben eines Universitätsklinikums wirksam und effizient zu erfüllen. Für die beteiligten Kommunen sei mit dem Freistaat als Träger ein verlässlicher Partner geschaffen. In weiteren Verhandlungen gemeinsam mit den bisherigen Trägern stehen die weiteren  erforderlichen Schritte zur Umsetzung an. Dazu gehört als zentraler Baustein zur Gründung des Universitätsklinikums  ein überzeugendes Wissenschaftskonzept.

Hierzu hat das Kabinett gestern die Eckpunkte beschlossen.

Grundlage sind ein innovatives Lehrangebot und ein standortspezifisches Forschungskonzept.

  • U.a. soll auf der Grundlage der jüngsten Empfehlungen des Wissenschaftsrates erstmalig in Bayern ein Modellstudiengang eingeführt werden, der eine enge Verzahnung der klinischen und vorklinischen Fächer vorsieht.
  • Weiter empfiehlt der Wissenschaftsrat, zwei Forschungsfelder mit großen Zukunftschancen zu bearbeiten: „Environmental Health Sciences“ und „Medical Information Sciences“.
  • Die Anzahl der Studierenden soll stufenweise aufgebaut werden. In den ersten Jahren sollen zunächst rund 80 Studienanfänger zugelassen werden. Im Endausbau sollen am Universitätsklinikum in Augsburg jährlich rund 250 angehende Medizinerinnen und Mediziner ihr Studium aufnehmen können, das sind ca. 1500 Studierende insgesamt.

Laut Wissenschaftsminister Spaenle seien nun für die Vorlage des Konzepts beim Wissenschaftsrat  die entscheidenden Voraussetzungen gegeben, d.h. ein Forschungskonzept mit bundesweiten Alleinstellungsmerkmalen und eine klare Organisationsstruktur im Interesse von Forschung und Lehre.

Auf Antrag des Freistaats wurde die Evaluierung des Konzepts für das Uniklinikum Augsburg in das Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates aufgenommen. Eine Entscheidung des Wissenschaftsrates soll 2016 erfolgen.

Quelle: Informationen Bayerische Staatsregierung 28.7.2015

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