Erleichterter Zugang für Flüchtlinge zu Praktika durch Änderung der Beschäftigungsverordnung

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On The Way To Europe © Liz Collet

Das Bundeskabinett hat vor wenigen Tagen eine Änderung der Beschäftigungsverordnung beschlossen, mit der jungen Asylsuchenden und Geduldeten, die gute Bleibeperspektiven haben, der Zugang u.a. zu berufsorientierenden und ausbildungs- bzw. studienbegleitenden Praktika erleichtert wird.

Mit der Änderung werden Vereinbarungen aus Bund-Länder-Gesprächen im Juni umgesetzt. Sie gehört zu einer Reihe von Neuregelungen seit dem vergangenen Jahr, mit denen der Arbeitsmarktzugang und die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen vereinfacht werden sollen. 

Mit der Änderung der Beschäftigungsverordnung werden für Asylbewerber und Geduldete mindestlohnfreie Praktika vom Zustimmungserfordernis der Bundesagentur für Arbeit ausgenommen. Künftig kann also die Arbeitserlaubnis leichter erteilt werden. Die Regelung gilt für:

  1. Pflichtpraktika,
  2. Praktika mit einer Dauer von bis zu drei Monaten, die zur Orientierung für die Aufnahme einer Berufsausbildung oder eines Studiums dienen,
  3. ausbildungs- bzw. studienbegleitenden Praktika mit einer Dauer von bis zu drei Monaten sowie
  4. Einstiegsqualifizierungen oder Maßnahmen der Berufsausbildungsvorbereitung

Die wichtigsten Erleichterungen beim Arbeitsmarktzugang aus 2014:

  1. Verkürzung der Wartezeit für den Zugang zum Arbeitsmarkt auf einheitlich drei Monate (vorher neun Monate für Asylbewerber und zwölf Monate für Geduldete)
  2. Wegfall der Vorrangprüfung für Asylbewerber und Geduldete mit anerkanntem Hochschulabschluss in Engpassberufen oder mit anerkanntem Berufsabschluss in Ausbildungsberufen nach der „Positivliste“
  3. Wegfall der Vorrangprüfung für Asylbewerber und Geduldete generell nach 15 Monaten

Unmittelbar bevorstehende weitere Änderungen und Erleichterungen:

  1. Ermöglichung der Duldung für eine Ausbildung und Verlängerung der Duldung um jeweils ein Jahr bis Ausbildungsabschluss (Aufenthalt nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss zur Beschäftigung bereits heute möglich)
  2. Öffnung ausbildungsbegleitender Hilfen für Geduldete, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern
  3. Zugang zu Berufsausbildungsbeihilfe und Assistierter Ausbildung für Geduldete bereits nach 15 Monaten (statt bisher vier Jahren)

Quelle: PM BMAS CLICK

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Über Liz Collet

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