A Very Special Jubilee – Congratulations Her Majesty!

 Kekse, Gebäck, Mandelgebäck, Vanillegebäck, Teetasse, Kaffeetasse, Haferl, Haferltasse, Landhaus, rustikal, Mandelkekse, Apfel, Obst, Frucht, Herbst, Ernte, regionales Obst, Backen, Friesisches Mandelgebäck, Advent, Adventsgebäck, Weihnachtsgebäck, Teegebäck, Bäckerei, Süssigkeit, Häusliches Leben, Genuss & Konsum, Speisen & Getränke, Studioaufnahme, Objekt, Hochformat, warme Farben

Teatime With Twinings and Cookies © Liz Collet

So mancher hat sich verrechnet, als er das genaue Datum errechnen wollte, an welchem Queen Elizabeth II. den Rekord der legendär langen Regentschaft von Queen Viktoria brechen würde.

Ab welchem Zeitpunkt Fristen wie Zeitdauern zu berechnen sind, ist regelmässig eher eine Frage für Juristen als Historiker; ebenso, wann sie enden, wenn ihr Ende auf bestimmte Tage fallen würde.

Und im Falle von Queen Elizabeth II. verrechnete man sich – wann hat man es auch schon mal mit so langen Zeiträumen zu tun, dass auch noch das eine oder andere Schaltjahr darin einen Rolle spielen kann? – auch noch an eben diesen einzurechnenden Tagen.

Kurzum: Am heutigen 9.9.2015 um 17:30 britischer Zeit wird sie den Rekord auf die Minute genau errechnet einstellen und schlagen.

Dann ist Elizabeth 23.226 Tage, 16 Stunden und 23 Minuten lang das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs, ebenso lange wie Königin Viktoria regierte.

Historisches über Queen Elizabeth II. beschäftigte mich – wie könnte britische Geschichte bei einer Studentin der Anglistik und Geschichtswissenschaften neben Romanistik und Rechtswissenschaften schliesslich nicht Spuren hinterlassen – schon während der Vorbereitung zum Abitur nicht nur wegen der sprachlichen Leistungskurse und in eben auch der Studienzeit. Und diese Spuren britischer Geschichte, Politik und britischen Rechts in Grossbritannien selbst, im und für den Commonwealth, ebenso wie für Europa und international werden gern ignoriert, wo und wenn mit und in Medien und Presse Schlagzeilen so viel leichter und aufmerksamkeitsträchtiger zu machen sind über Skandale in Königshäusern, Kosten der Monarchie und ihrer Daseinsberechtigung, bis hin zur Kritik an Staatsbesuchen der Queen zuletzt in Deutschland.

Kritik, bei deren Urhebern man manchmal insgeheim überlegt, ob und wann sie sich je über schulische Geschichtsbücher hinaus den Luxus geleistet haben, sich eingehender damit zu befassen, wie und welche Nationen und in und durch ihre jeweiligen Regierungsformen grundlegende Rechte verankerten, die sich zu den heutigen Demokratien und verfassungsmässig verankerten Grund-, Verfassungs- und Menschenrechten entwickelten.

Nicht ohne kritikwürdige politische Zeiten, no doubt. Aber gleichwohl Paten an der Wiege für Staatenbündnisse und damit auch letztlich für Formen von Bündnissen standen, die für uns so selbstverständlich existent sind, dass mancher übersieht, dass diese keine Selbstverständlichkeit, sondern über Jahrhunderte hin wie aktuell Tag für Tag neu erkämpft, gelebt und gesichert werden müssen. Heutigen Bedürfnissen und Gegebenheiten Rechnung tragend, ohne unverzichtbare und unveräusserbare Grundprinzipien über Bord zu werfen.

Erst der Blick in Details der Geschichte zeigt oftmals, wie viele spannende und weithin weniger bekannte Leistungen auch in Monarchien liegen, in Reformen wie in ihrer Funktion und im Gefüge mit anderen politischen Staatsformen, denen wir manches eben jener Demokratie verdanken, die heutzutage als die beste der Staatsformen verstanden wird. Neben der und in denen Monarchien gänzlich obsolet und abzuschaffen seien, selbst repräsentative Monarchien keine Existenzberechtigung mehr hätten.

Der Gedanke, diese Meinung hat manche Gründe für sich. Doch betrachtet man, welche Alternativen dann für den Teil der Menschen bestünden, sich „Idole“ für die daily clicks in B bis Z Proms und Prom News auszusuchen und diese zu bejubeln, die heute Freude an bunten Blättern und Bildern der Monarchie haben, scheint mir persönlich eine „Firma“, deren „Haus“ sich in vielfacher Weise sozial und gesellschaftlich engagiert und für Werte und Engagement steht und eintritt, historisch einen nicht unerheblichen Beitrag zur Demokratiegeschichte geleistet hat, die interessantere und nicht nur unterhaltsamere Erscheinung auch dieser Tage und Zeit.

Das mag aber auch daran liegen, dass mein Interesse über Schlagzeilen bunter Bilder und Blätter hinausgeht und auch über die – hier immerhin einmal wenigstens ausschnittweise erwähnten Leistungen aus der Regentschaft der Queen–  und den Fokus eher in rechtswissenschaftlichen und -historischen Zusammenhängen legt. Der sich auch nicht allein auf die aktuelle Regentin begrenzt, aber selbst in deren Regentschaft mehr als nur schlagzeilentaugliche Spuren wahrnimmt. Und weil ich auch lohnenswert zu betrachten finde  die heutzutage spannende Frage, ob und wie und in welcher Weise und mit welchen Wirkungen Monarchien und deren bunt bürgerlich verbändelten und verehelichten Mitglieder mit ihren „ehrenamtlichen“ oder auch gar nicht nur mehr ehrenamtlichen, sondern beruflichen Tätigkeiten und Aufgaben und Engagments Gesellschaften in positiver Weise mit zu gestalten verstehen und damit Impulse für Gesellschaft, Werte und Politik, Recht und Gesetzesreformen geben. Überparteilich. Und damit in einer durchaus unabhängigeren Weise, als Abgeordnete und Regierungsmitglieder und ihre Fraktionen und Parteien dies können. Oder wollen. Nicht anstelle von Demokratien. Sondern innerhalb deren Gefüges.

Die Queen beginnt den bis heute mit einer beachtlichen Zahl von Terminen gefüllten Tag bekanntlich mit Twinings Earl Grey, wie auch kleine Lizchen es gern tun. Und sie wird es weder wissen, geschweige  denn würde sie es verübeln, dass es an diesem 9. September zur Teatime bei mir traditionell auch heute kein Coronation Chicken, wie es hier als das Original beschrieben wird (Sorry, das Bild ist nicht von mir…ich bin foodoptisch damit auch nicht so glücklich) oder Sandwich mit selbigem oder Gurken oder English Shrewsbury Biscuits oder Shortbread. Sondern als Gebäck jenen Geburtstagsguglhupf geben wird, der bereits duftend morgens gegen halb sechs den Backofen verliess und an keinem meiner Geburtstage und dem meiner Lieblingsmenschen fehlen darf. Und den (kucken Sie nicht alle in eine andere Richtung, ich kenne meine Pappenheimer und habe genügend von Ihnen schon in den Märkten des Unternehmens auf Schnäppchenjagd gesehen, das auch diese Gutscheinkarten mit einem meiner eigenen Geburtstags-Guglhupferl führt) schon mancher von Ihnen in Händen hielt, um anderen eine Geburtstagsfreude zu machen oder selbst eine damit erhielt.

Über das Rezept des Coronation Chicken (vielleicht dieses bei der BBC -Food) denke ich zwar ausnahmsweise ein wönzögös bisschen noch nach, doch dazu (vielleicht) dann später im Schmankerlblog mehr. Ein wönzögös bisschen, denn mein Geburtstags“menü“ ist eher sehr „geerdet“ zu nennen und hat unter anderem mit einer meiner Lieblingszutaten zu tun. Die Zutat, die gemeinhin als recht deutsch gilt (und es doch nicht ist, blickt man weit genug zurück und woher sie eingebürgert wurde) könnte man ihrerseits nun auch historisch betrachten. Das haben manche gar schon getan in politischen Zusammenhängen und gar kriegspolitischem Kontext. Das liegt mir fern.

Manchmal ist die Wahl des Menüs einfach der Vorliebe und dem Genuss geschuldet. In Demokratien wie Monarchien. Und königlich demokratisch ist doch die höchste der Freiheiten, zu wählen, was in den Topf und auf den Teller kommt. Ob – französisch historisch gern zititert – das Huhn für jeden am Sonntag oder aus foodethischen Gründen nur noch sonntags, wenn überhaupt Fleisch. Aber doch geradezu alltäglich mit Gewürzen, die……….nicht zuletzt durch die britische Monarchie und ihre Seefahrt überhaupt erst zu uns gelangten. Wie so vieles.

Und wie so vieles gerade über Handel und Handelswege und Handelspolitik Nationen prägte und ausprägte und ihre Politik und die ihrer Handelspartner und deren Staaten. Aus denen,……nicht zuletzt auch Wirtschaftsgemeinschaften der EG, EU und eines demokratisch verfassten Europas wuchsen.

Und Früchte und Ernte trugen und tragen. Nicht nur rechtliche, politische, verfassungsrechtliche. Auch kulturelle, kulinarische, herbstliche wie im heutigen Menü und andere, die zu schätzen man sich leisten kann. Ebenso wie die kleine Reminiszenz an historische wie auch gegenwärtige Leistungen und Anteil von Monarchien und ihrer Repräsentanten an deren Ertrag für bisherige wie künftige Generationen.

Wer ein Leben ohne Möpse zwar für vorstellbar, aber nicht sinnvoll hält, wird souverän auch mit Corgies und Coronation Jubilees zu leben wissen und demokratisch gelassen weiterhin leben können. Es sind bekanntlich nicht Monarchien, die heutzutage noch als vermeintliche Weltmacht oder der Position einer solchen hinterhertrauernd die Demokratie bedrohen könnten.

In diesem Sinne…….um 17:30 Uhr Teatime und Congratulations for Her Majesty!

Advertisements

Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
Dieser Beitrag wurde unter 1, Europäisches Recht, Geschichte und Rechtsgeschichte, Ironymus Sein, Kommentar, Münchner Spitzerln, Murnauer Spitzerl, Nähkästchen, News & Medien, Ni X für U ngut, Re-View mit Augenzwinkern, Terminhinweise, Verfassungsrecht abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu A Very Special Jubilee – Congratulations Her Majesty!

  1. Pingback: Lieblingszutat: Kartoffel – knusprig als Rösti | Smooth Breeze 7's

  2. Pingback: Chapeau and Congratulations – Happy 90th, Your Majesty! | Jus@Publicum

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s