Alltagsfälle und Alltagsgeschichten mit …offenem Ausgang

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Der bärige Feuerwehrmann © Liz Collet

Ein recht laut piepsendes Geräusch vis-à-vis der Blogkritzlerin und jenseits ihres Werkeltisches hatte unlängst die Aufmerksamkeit geweckt. Eines der Art, wie Rauchmelder es verursachen. Vor einigen Wochen war frühmorgens dort auf einer Trage pietätvoll in letzte Hüllen eines Bestattungsunternehmens gehüllt eine Bewohnerin aus dem Seniorenhäuschen ausgezogen.Wenn Sie erwarten, davon aufgrund meiner Premiumlage auf solche Geschehnisse nun Fotos zu sehen, muss ich Sie enttäuschen. Manches würde ich nicht nur nicht veröffentlichen, sondern gar nicht erst fotografieren. Eine Frage weniger des Rechts und Persönlichkeitsrechts, sondern des persönlichen Stils, Geschmacks und Empfindens von Mitgefühl und Pietät. Über solches sind Menschen und Medien bekanntlich aber unterschiedlicher Meinung.

Gelegentlich rückt medizinische Hilfe für das Seniorenhäuschen mit Fahrzeug an. Man ist stets erleichtert, wenn diese auch die temporär zu Arzt oder Klinik beförderten Hausbewohner wieder bringen.

Und nicht unfroh, dass nicht jeder Pfleger, Notarzt oder andere Mitarbeiter nicht womöglich auch da noch alles mit dem Handy knipst und postet, wie andernorts hie und da zu lesen und zu sehen. Sei es mit ungezählten Bildern auf Websites von Kliniken, Pflegeheimen, Seniorenresidenzen und deren social media Kanälen, gegen die sich Patienten und Bewohner nicht mehr zu erwehren wissen.

Ein Rauchmelder in der Nachbarschaft in Alarm aber bleibt  nicht ohne Interesse.

Zumal unmittelbar hinter dem Anwesen eine meisterliche Bäckerei ihren Sitz, Backstube und Miniladen hat, …….. Kurz darauf blaulichtblinkte es auch mit Grossfahrzeugen hinter selbigem Grundstück.

Es blieb harmlos. Die Lösung war diesmal Staub, der im wahrsten Sinne des Wortes aufgewirbelt worden war, wie mein heisser Draht (Online Connection de Luxe) mir dann bereits verriet. So dass ich unbesorgt ob nachbarlicher Brandgefahr weiterwerkeln konnte und keine Fellracker oder anderes evakuieren musste, die um ihren Pelz fürchteten.

Am selben Tag blieb es aber nicht bei diesem kleinen Ereignis, sondern gab es noch eine weitere Geschichte, die sich einige Meter weiter ereignete und von der die feuererprobte Wache wie folgt berichtet:

„Einem Krankenwagen des Rettungsdienstes fiel direkt vor unserem Gerätehaus eine seltsam bekleidete Person auf. Diese war lediglich mit Shorts, Latschen und einem Mantel bekleidet.

Das Fahrzeug nahm die Verfolgung auf und forderte die Polizei an. Da diese aber binnen kurzer Zeit nicht anrücken konnte, unterstützten wir mit Kräften, welche gerade im Hof eine Übung abhielten.

Die Person konnte tatsächlich gefunden werden, bekleidet wie genannt, mit einem Schubkarren und einer Kerze bewaffnet auf dem Wege zu einem Gartenbaumarkt zum einkaufen. Die Person wurde letztendlich der Polizei übergeben, welche sie nach Hause brachte.

Manche Geschichten wüsste man gern zu Ende erzählt. Ich überlasse das Ihrem und meinem Kopfkino. Auch derlei würden Sie von mir nicht in „Pixeln“ ausgeplaudert und zu sehen finden. Jedenfalls nicht sooooo direkt. Literaten packen solches dann in ihre Texte. Das ist nicht der Job einer Blogkritzlerin.

Die heute ohnehin, wenn auch eine ebenfalls Persönlichkeitsrechte berührende Frage beschäftigt: Ob und wie lange man nicht etwa nur als verurteilter und längst wieder aus der Haft entlassener Straftäter, sondern als Anwalt oder Verteidiger die Veröffentlichung von Fotos dulden muss und deren unterschiedlichen Formen der Verwertung durch Fotografen und Dritte, denen der Fotograf sie natürlich nicht honorarfrei zur Veröffentlichung und Nutzung zur Verfügung stellt. Fotos, die im Kontext einer Prozessberichterstattung zwar ohne Einwilligung im Gerichtssaal von Fotografen gefertigt wurden, aber im Rahmen der Pressefreiheit an sich naturgemäss zulässig gewesen sein mögen, wo Verteidiger (unfreiwillig oder auch nicht, mancher schätzt ja die damit einhergehende Werbung, wenn auch nicht jeder) mit ins Bild neben Angeklagten geraten oder vom Fotografen gewollt mit ins Bild erfasst werden. Wie lange aber muss ein Anwalt  – erst recht weit nach Ende sogar der Haftzeit des Verurteilten – dulden, dass solche Bilder veröffentlicht werden und zwischenzeitlich und auch erst weit nach Ende des Prozesses in einer Stockagentur angeboten werden. Weit nach deren Ende dort sogar erst angeboten werden, weil es die Agentur zum Zeitpunkt des Prozesses nicht einmal gegeben hatte. Ebensowenig wie Internet.

Aus Stoffen wie diesen kann man ganze juristische Fachbeiträge kritzeln. Oder Klausuren basteln. Letzteres habe ich als Assistentin an der Uni seinerzeit gemacht. Ersteres später auch. Mehr zu den damit verbundenen rechtlichen Fragen und vielleicht auch Antworten darauf……gesondert. Stay tuned. Denken dauert manchmal. Manchmal ist das gut so. Viel zu viele reden, posten und pixelposten viel zu schnell, bevor sie nachgedacht haben. 

Ich bin gern langsamer beim Reden. Aber schon ein paar Gedanken weiter, während andere noch quasseln…..

Ni X für U ngut………. lassen Sie alles gut ausgehen, was Sie heute angehen!

Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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