Prozessbeginn gegen Facharzt für Neurochirurgie nach Tod einer Patientin nach Bandscheiben-OP

Spitze der Nadel © Liz Collet

Spitze der Nadel © Liz Collet

Die Anklage im heute beginnenden Prozess gegen den an einem Frankfurter Krankenhaus tätigen Mediziner legt ihm fahrlässige Tötung durch Unterlassen zur Last.

Der 54-Jährige habe die Frau nach einem Bandscheibenvorfall operiert, sich im Anschluss aber nicht ordnungsgemäß um die Nachsorge der Patientin gekümmert. Während der Routine-Operation war die 34 Jahre alte Mutter zweier Kinder unbemerkt an einer Hauptschlagader verletzt worden. Dadurch trat Blut in den Körper aus, die Blutung wurde erst nach dem Eingriff bemerkt, als die Frau keine Luft mehr bekam und über Schmerzen an der Brust klagte.

Dem Angeklagten zufolge sei sie daraufhin sofort wieder in den Operationssaal gebracht worden.

Bei der folgenden Operation verstarb die Frau. Zuvor waren ihr – in Verkennung der wahren Ursache der Beschwerden – von einem Kollegen auch noch blutverdünnende Mittel verabreicht worden. Der Arzt beteuerte, unmittelbar nach dem Anruf einer Krankenschwester in das Zimmer der Patientin gekommen und weitere Spezialärzte dorthin beordert zu haben. Einem Gutachten zufolge soll jedoch die Nachsorge nicht ausreichend gewesen sein. Die Strafkammer hat in dem Verfahren noch sechs weitere Verhandlungstermine anberaumt.
Quelle HIER.

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