Neue interdisziplinäre Klinik des Klinikums der Universität München

Freedom of Science © Liz Collet

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Das Klinikum der Universität München bekommt am Campus Innenstadt eine neue interdisziplinäre Klinik, die bis 2020 als modernes Zentrum für Innere Medizin, Chirurgie, Nothilfe und Geburtsmedizin enstehen und Baukosten von  98 Millionen Euro erfordern wird.

Der Neubau der Klinik an der Ziemssenstraße gilt als elementarer Baustein für den Erhalt und die Neugestaltung der universitären Patientenversorgung und Studentenausbildung am Campus Innenstadt des Klinikums der LMU.

Durch die Bündelung von Kompetenzen soll mit 12.400 Quadratmetern Nutzfläche ein modernes interdisziplinäres Zentrum in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Nothilfe und Geburtsmedizin entstehen. Der Baubeginn startet Ende Oktober 2015.

Prof. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor am Klinikum der LMU sieht mit dem Klinikneubau an der Ziemssenstraße  und dem interdisziplinären AnsatzVorteile für die patientennahe Versorgung in der Innenstadt.

Für das Projekt wurde ein Wettbewerb ausgelobt. Mit dem ersten Preis hat das Architekturbüro Ludes Generalplaner GmbH den Auftrag erhalten.

Anders als beim geplanten Neubau am Campus Großhadern, ist das Klinikum der Universität München beim Neubau in der Ziemssenstraße selbst Bauherr:

Gerd Koslowski, Kaufmännischer Direktor am Klinikum der LMU teilt dazu mit, bei der Finanzierung dieser Baumaßnahme mit knapp 98 Millionen Euro Baukosten würden neue Wege in Bayern gegangen, weil der Freistaat mit 33 Millionen Euro lediglich knapp ein Drittel über die sonst zuständige Budgetposition, die Anlage S finanziere. Das Klinikum steuere die restlichen 65 Millionen Euro über eigene Rücklagen bei.

  • Der Haupteingang wird in einem Verbindungsbau zwischen Alt- und Neubau angesiedelt. An diesem zentralen Ort befinden sich der Empfang für Patienten und Besucher sowie alle Serviceeinrichtungen.
  • Des Weiteren werden die interdisziplinäre Notaufnahme mit Schockraum, Herzkatheter und Aufnahmestation sowie verschiedene Diagnostikbereiche im Erdgeschoss untergebracht.
  • In den Ambulanzen, Tageskliniken und Bettenstationen arbeiten auf insgesamt vier Etagen die Spezialisten in den Bereichen Herz-Lungen-Gefäß-Krankheiten, Hormon- und Bauchkrankheiten, Infektions- und Rheumaerkrankungen, Krebsmedizin sowie Geburtshilfe und Altersmedizin (Geriatrie) zusammen.

Prof. Martin Reincke, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der LMU zufolge, liegen Schwerpunkte  hier unter anderem auch auf den seltenen Erkrankungen: In der Endokrinologie sei dies z.B. die europaweit größte Spezialambulanz für hormonell bedingten Bluthochdruck. Die Nephrologie ist spezialisiert auf vererbbare Nierenerkrankungen, die Rheumatologie auf seltene Funktionsstörungen des Immunsystems. Und die Infektiologie betreue eine große Zahl von HIV-Patienten.

  • Der Neubau wird direkt angebunden an die denkmalgeschützte Medizinische Klinik in der Ziemssenstraße (Altbau).
  • Nach Fertigstellung der neuen Uniklinik an der Ecke Ziemssen-/Nußbaumstraße wird ab 2021 der Altbau saniert.
  • Die sogenannte Nordspange, die dem Neubau angrenzt, wird zum einen tagesklinische Bereiche wie zum Beispiel Dialyse, Diabetesschulung oder Chemotherapie, und zum anderen Büro-, Besprechungs- und Schlafräume für das Personal sowie eine Kantine beherbergen. Die bereits 1772 geweihte Klinikkirche St. Maximilian bildet weiterhin einen Ort der Besinnung und Ruhe für Patienten, Besucher und Mitarbeiter.
  • Die ehemaligen Patientenzimmer der „Ziemssenstraße“ werden zu Räumen für patientennahe Forschung und Lehre umgebaut.
  • Die bereits in der Pettenkoferstraße eröffnete Lehrklinik, in der die Medizinstudenten der LMU im geschützten Umfeld üben können, wird durch die Unterrichtsräume in der neuen interdisziplinären Klinik sinnvoll ergänzt.
  • In Forschungsambulanzen bekommen die Münchener Bürger im Stadtzentrum Zugang zu modernsten Diagnoseverfahren und innovativen Therapien, die am Klinikum der Universität entwickelt und erforscht werden.
  • Die Architektur von Altbau und Neubau verbindet damit die über 200-jährige Geschichte der „Ziemssenstraße“ als Ort der Menschlichkeit und naturwissenschaftlich orientierten Medizin mit den Erfordernissen einer Universitätsklinik des 21. Jahrhunderts im Herzen der Stadt.

Quelle: Mitteilung LMU anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs für neue Universitätsklinik am Campus Innenstadt am 12.10.2015

Freedom of Science © Liz Collet

Über Liz Collet

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