Ein Arzt, der keine Flüchtlinge behandeln will……

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Money © Liz Collet

…..macht aktuell Schlagzeilen, unter anderem in diesem Beitrag von Focus Online. Dem Bericht zufolge fühle er sich diffamiert und lasse seinen Anwalt gegen die diffamierenden Behauptungen vorgehen.

Vielleicht sollte die für ihn zuständige Ärztekammer und/oder seine Kassenärztliche Vereinigung ihm mal ans Herz legen, entweder hin und wieder deren Informationen und Mitteilung zu lesen oder einfach bei seiner Ärztekammer nachzufragen, wer welche Kosten für die Behandlung von Flüchtlingen übernimmt, wie er haftungsrechtlich abgesichert ist, usw.

Erstere hat schon vor geraumer Zeit HIER diese Fragen übersichtlich gegliedert dargestellt und mit Infos für Ärzte in Antworten zu diesen Fragen, einschliesslich der Kostenfragen versehen.

Von einer ihm unzumutbaren kostenlosen Behandlung kann daher mitnichten die Rede sein, ebensowenig davon, dass er bei Fehlern nicht abgesichert sei.

Dem Bericht des Focus zufolge, soll er Wert darauf gelegt haben,  „als Privatmann und nicht als AfD-Mitglied im Gemeinderat gewesen zu sein.“

Diese im erwähnten Artikel zitierte Äusserung mutet recht erstaunlich an. Denn ein inzwischen kursierendes Video über seine Äusserungen bei jener Veranstaltung decouvriert allerdings, dass er – zwar in Dialekt und nuschelig schwer, aber ausreichend verständlich – in jedem Fall sogar zweimal betonte, als Kreisrat dort zu sprechen und sich nicht das Wort verbieten lassen zu wollen. Wer das Wort als Kreisrat erhebt und beansprucht und verteidigt, tut dies aber eben als jemand, der als solcher gewählt ist und damit auch als Mitglied seiner im Kreistag von ihm vertretenen Partei.

Es mag auch zutreffen, dass Erkrankungen von Flüchtlingen (seien es offene Tbc, die er so echauffiert nennt, oder andere) eine Herausforderung darstellen, die – von den Erstuntersuchungen bei der Registrierung bis zur Behandlung – alle dafür in Frage kommenden Ärzte und zu beteiligenden Institutionen und Behörden in besonderem Maße beanspruchen und Lösungen auch organisatorisch fordern. Doch wird auch dieser Arzt kaum einen seiner sonstigen Patienten abweisen, würde ein solcher beispielsweise aus dem Urlaub oder von beruflich bedingten Auslandsaufenthalten mit einer offenen Tbc zurückkehren und (ohne dies zunächst zu wissen) Termin und Behandlung bei ihm suchen. Noch weniger dient eine Verweigerung der Behandlung dem Schutz von anderen Patienten und Bürgern gegen die weitere Infektion mit offener Tbc oder anderen Erkrankungen.

Man darf mit Interesse erwarten, welche Konsequenzen die Ärztekammer ziehen wird, der nach dem o.g. Bericht eine Beschwerde gegen den Arzt vorliege.

 

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Über Liz Collet

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