Porta Praetoria – Tor zur Vergangenheit hat seinen Preis

Porta Praetoria © Liz Collet

Porta Praetoria © Liz Collet

Heute wird die Stadt Regensburg über die bevorstehenden Sanierungsarbeiten an der Porta Praetoria, dem einzigen erhaltenen Legionslagertor, informieren.  

Die „Porta Praetoria“ gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke in Regensburg. Zu Zeiten der Römer bildete es als sogenanntes „Ausfalltor“ das Nordportal des römischen Legionärslagers „Castra Regina“ und lässt sich daher auf ein Alter von knapp 2000 Jahren schätzen.

Die Kosten für die Sanierung des berühmten Römer-Denkmals aus der Zeit um das Jahr 179 n. Chr.  soll rund 3 Millionen Euro kosten und rund zwei Jahre dauern, bevor sie als „Document Porta Praetoria“ zugänglich sein werde.

Mit der Sanierung soll eine Aufwertung auch des Umfeldes verbunden sein. 

Rund zwei Millionen Euro soll der Bund übernehmen, die Stadt beteiligt sich mit 300.000 Euro, 700.000 Euro will der Welterbe-Verein aufbringen. 

Das Areal, auf dem die Porta Praetoria steht, gehört der Bischöflichen Knabenseminarstiftung und damit der Brauerei Bischofshof. Dort wurde sie bei den mittelalterlichen Baumaßnahmen teilweise in den Gebäudekomplex des Bischofshofs integriert. So blieb sie erhalten, während andere  historische  Bauwerke als „Steinbruch“ für die Regensburger Bevölkerung und die stattlichen Patrizierburgen verwendet und ein Großteil der altrömischen Bebauung unwiederbringlich zerstört wurden.

Teile des Originalportals an der Nordseite des Bischofshofs in der Straße „Unter den Schwibbögen“ können besichtigt werden.

Nicht nur zum Erhalt des Tites als UNESCO Weltkulturerbe für Regensburgs Altstadt Ensemble ist die Sanierung der touristisch wie geschichtlich bedeutsamen Bauwerke für Regensburg unverzichtbar, das zwar einen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort bildet, aber auch mit dem Abbau von Stellen etwa bei Toshiba Deutschland konfrontiert ist.

Erst vor wenigen Tagen haben Vertreter von Toshiba Deutschland  Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Wirtschaftsreferent Dieter Daminger in einem persönlichen Gespräch über einen geplanten Stellenabbau in der Regensburger Toshiba-Niederlassung informiert. Nach Angaben des Unternehmens soll bei Toshiba Regensburg Operations die Zahl der Beschäftigten – die gegenwärtig bei etwa 65 liegt – in absehbarer Zeit reduziert werden, da sich das Unternehmen aus dem Geschäftsfeld der Computerherstellung für Privatkunden zurückzieht. Davon nicht betroffen sei der Business-to-Business-Bereich, der erhalten bleiben solle. Laut Angaben der  Toshiba-Vertreter gegenüber dem Regensburger OB solle der Stellenabbau sozialverträglich und in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat erfolgen.

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