Bitte teilen Sie dieses Video ……..viele, viele, viele Male und über alle Ihre social media channel

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On The Way To Europe © Liz Collet

Es geht um DIESES Video, das seit geraumer Zeit bereits produziert und veröffentlicht ist: DEAR FUTURE MOM | March 21 – World Down Syndrome Day | #DearFutureMom.

Vielleicht haben Sie es – wie ich auch – schon vor Monaten irgendwo gesehen, als es medial publiziert wurde.

Dieses Video wird – hoffentlich und hoffentlich sehr zeitnah – den EuGH beschäftigen. Denn es wurde Gegenstand einer Entscheidung des obersten französischen Verwaltungsgerichts. Dieses bestätigte ein Verbot der französischen Regierungsbehörde, das Video im französischen Fernsehen zu zeigen. Die französische Regierungsbehörde hatte sich bei der Entscheidung unter anderem auf das Argument berufen, dass das Video auf Frauen, die ein Kind mit Down-Syndrom abgetrieben haben, verstörend wirken könnte.
Die Lejeune-Stiftung hat nun angekündigt, den Fall des Videos „Dear Future Mom“ vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu bringen.

Die Stiftung ist benannt nach dem französischen Arzt Jérôme Lejeune, der sich für die Rechte behinderter Kinder einsetzte und auch Mitglied der päpstlichen Akademie der Wissenschaften war.

Bitte teilen Sie das Video so oft wie möglich. In allen Ihren social media channels.  Damit es überall zu sehen ist, und auch Frauen, die ein Kind mit Down-Syndrom abgetrieben haben, es sehen können.

Nicht, weil es deren Entscheidung missbilligen soll, die sie rechtlich legitim und mit eigenen Gründen getroffen haben. Gründe, für die sie sich nicht verstecken müssen; Gründe, die ihnen niemand abnehmen kann und für die sie damit auch nicht von anderen, die nicht in ihrer Lage sind, zu verurteilen. Die sich – das sei ihnen selbstverständlich unterstellt – die Entscheidung zweifellos nicht leicht gemacht haben und dazu stehen werden. Und damit leben. Und sich dafür sie sich auch nicht verstecken müssen.

Nein, nicht um Frauen, die abgetrieben haben, mit irgendeinem Vorwurf zu konfrontieren.

Sondern weil die Existenz von Kindern, die von den einen geboren, von anderen nicht geboren werden, weder Vorwurf ist, noch eine lebende Anklage ist, vor der man Frauen abschirmend schützen muss.

Weil Kinder, die von den einen nicht geboren werden, für andere das grösste Glück sind  – und sich weder selbst verstecken oder abschirmen lassen müssen, weder von ihren Eltern, noch Medien.

Weil Kinder mit Down-Syndrom das gleiche Recht haben, ihren Platz in der Welt zu haben, auch in den Medien, auch dort zu sagen, warum und wie sie gern leben. Weil es verstörend für Kinder und deren Eltern und Familien wäre, dass sie aus der Mitte der Gesellschaft ausgeblendet werden, zu denen massgeblich die Medien gehören. Medien, die Meinungsfreiheit predigen und bilden wollen und sollen.

Und weil jeder andere das aushalten können sollte und muss, das Selbstverständlichste der Welt zu sehen und zu hören: Warum man – ob krank, gesund, mit genetisch anderen Voraussetzungen als andere vielleicht, aber wie diese so lebt und gern lebt, wie man ist.

Mütter, die abgetrieben haben und das verstörend finden, stehen vielleicht weniger hinter der eigenen Entscheidung, als sie wahrhaben wollen. Das mag schwierig sein, wenn die Erkenntnis nachträglich schmerzt. Das wäre umso mehr ein Grund, weder das Thema, noch die Lebensfreude von Kindern und Menschen mit Down-Syndrom, noch diese selbst oder ihrer Familien aus Medien und Gesellschaft und Wahrnehmung zu verbannen.  Weder Menschen mit Down-Syndrom, noch andere Menschen.

In Demokratien, in streitbaren Demokratien muss Meinungsvielfalt und vielfältiges Meinungsbild auch von denen ausgehalten werden, die persönlich andere Entscheidungen treffen oder getroffen haben. Und für diese ihre Freiheit, sie zu leben und dazu auch zu stehen, verbal oder sonst, Platz und Recht beanspruchen. Nichts anderes gilt für jene, die andere Entscheidungen treffen und getroffen haben und die Kinder, die dieser anderen Entscheidung ihr Leben verdanken.

Die einen wie die anderen werdenden Mütter haben die Freiheit der Entscheidung. Diese Freiheit würde bereits da eingeschränkt und die lebensbejahende Entscheidung benachteiligt, müsste sie und das geborene Leben verstecken, verstecken lassen.

Anderenfalls eröffnet sich sofort eine lange Liste der Menschen, die in Medien nicht mehr zu sehen sein dürften. Neben vielen anderen Menschen mit genetischen oder anderen Erkrankungen, unfall- oder altersbedingten Einschränkungen nicht zuletzt Pflegebedürftige und Sterbende. Die von den einen (bei allem ernsthaftem und liebevollem Versuch oder Wollen) nicht oder nicht mehr selbst versorgt werden können oder besser in einem Heim versorgt werden können. Mit der Folge, dass  man dann auch keine Betreuungs- und Pflegebedürftigen mehr im Fernsehen sehen dürfte, weil sie verstörend auf Angehörige wirken könnten, die nicht selbst betreuen und pflegen? Die Liste liesse sich fortsetzen….. Warum nicht auch Locked-in-Patienten, Wachkoma-Patienten, schwerstbehinderte Patienten, die in Kliniken oder Heimen sind, ausklammern aus Medien, denen manche auch das Lebensrecht absprechen oder für die Sterbehilfe ebenso wie für Alzheimer-Patienten, erblindende Patienten, depressive Patienten gefordert und befürwortet und realisiert wird, ärztlich assistiert?

Das Video Dear Future Mom im Fernsehen zu verbieten, bedeutet, lebenden Menschen ihren Platz im Leben und in der Gesellschaft abzusprechen. Frauen, die abgetrieben haben, müssen auch mit ihnen leben können, wo sie ihnen ausserhalb des Fernsehens begegnen. Das Fernsehen ist kein Kokon für diejenigen, die sich eigenen getroffenen Lebensentscheidungen oder dem realen Leben und lebenden Menschen nicht stellen wollen oder können. Oder der Tatsache, dass andere eigene und andere Entscheidungen und Meinungen haben und leben. Denen sie virtuell wie real begegnen.

Bitte teilen Sie das Video (gern auch diesen Beitrag von mir) so oft wie möglich und immer wieder und überall. Ja, jetzt erst recht. Und damit es sehr schnell keine Unterschied mehr macht und machen kann, was die französische Regierungsbehörde und das französischen Verwaltungsgericht entschieden haben mögen, was im französischen FERNSEHEN zu sehen ist. Damit es sehr schnell auch ohne im dortigen FERNSEHEN zu sehen zu sein, überall zu sehen ist. Un.über.seh.bar! Geben Sie bitte Menschen den Raum und Platz in der Mitte unserer Gesellschaft, die jedes Leben gleich achtet.

Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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