Über mehr oder minder geschmackvolle Nachfolgelösungen

Schlichtungsverfahren © Liz Collet - Nutzungsrechte können erworben werden hier http://de.fotolia.com/id/34615359,anspruch, anwälte, auseinandersetzung ,bauer ,bauernopfer ,einigung, eltern, familiengericht ,familienrecht, gegner ,gelb, gericht, gerichtsbarkeit, gerichtstermin, gerichtsverfahren, gleichgewicht ,justiz ,justizia ,kind, kreis, mediation, metapher, neid, neutral, neutralität ,obmann, parteien ,prozess, recht ,rechtsprechung ,rot, schiedsgericht, schiedsmann ,schiedsrichter ,schiedsspruch ,schiedsverfahren, schlichter, schlichtungsverfahren ,sorgerecht ,sorgerechtsklage, sorgerechtsstreit ,spiel ,streit ,symbol, umzingeln,unschuld ,verhandlung,ombudsmann, versicherung, versicherungen, obmudsmann für versicherungen

Mediation, Schiedsverfahren , Schlichtung © Liz Collet

Nicht jede Nachfolge gelingt im Abgang so gut, so gekonnt, so geschmackvoll, wie man es sich wünschen würde.

In jeder Branche kann dies zu einem Problem werden, was lange vor allem in Familienbetrieben oder auf Höfen von Bauern und Landwirten bekanntes Dilemma war. Manchmal noch immer ist und sein kann, dort wie andernorts, wo mancher sich schon, noch oder deplatziert als Gutsherr des Anwesens fühlt und fühlen mochte, der nur auf Zeit, wenn auch auf lange Zeit dort angestellt war, ist und sein sollte.

Wie wenig geschmackvoll im Abgang eine eigentlich vielleicht sogar diplomatisch anmutende Übergangsregelung für die Nachfolge geraten oder ungar missraten kann, zeigt ein Beispiel, bei dem ein jahrzehntelang bester Ruf für beide Seiten der Beteiligten in Frage gestellt wird von einem, der für die getroffene Regelung und deren Umsetzung nun Gerichtsbarkeit bemüht, im Eilverfahren, das beim Arbeitsgericht Pforzheim geführt wird.

Der Sternekoch Harald Wohlfahrt hat beim Arbeitsgericht Pforzheim eine einstweilige Verfügung gegen das Hotel Traube Tonbach bzw. deren Eigentümer angestrebt. Am 25.7.2017 wird dort mündlich verhandelt und Entscheidung erwartet.

In sachlich knappen Worten wird dort über den Verfahrensgegenstand wie folgt informiert: Der Inhaber des Hotels übergab Herrn Wohlfahrt am 02.07.2017 ein Schreiben, mit dem ihm Tätigkeiten eines „kulinarischen Direktors“ zugewiesen wurden. Kurze Zeit später wies der Inhaber Herrn Wohlfahrt an, es zu unterlassen, die Räumlichkeiten der Schwarzwaldstube aufzusuchen. Herr Wohlfahrt möchte mit seinem Antrag nun erreichen, als Küchenchef der Schwarzwaldstube weiter beschäftigt zu werden.

„RÄTSELN“ muss die Öffentlichkeit entgegen der Formulierung der SZ also nicht, die den Fall und den Streit jedoch mit einigen Details garniert und der Leserschaft serviert und die Öffentlichkeit anfüttert für eine skandalös anmutende, medial (hoffnungsfreudig erwartete?) Schlammschlacht der Beteiligten.
Lange jedenfalls wird man nicht rätseln müssen, spätestens bei der für 25.7. terminierten und öffentlichen Verhandlung wird die Öffentlichkeit mehr erfahren und zuvor mutmasslich weitere Häppchen medial oder social medial aufgetischt bekommen.

Weniger dürfte mehr sein und im Interesse beider Beteiligten liegen.

Vorausgesetzt, die Beteiligten ziehen eine bis dahin weniger öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung, sondern Lösung vor, die dem Ruf der Beteiligten mutmasslich zuträglicher sein könnte. Wer zwischen den Zeilen liest, wie lange ein Nachfolger bereits aufgebaut und in den Startlöchern offenbar bereit zu stehen scheint und mit welcher eigentlich weiteren „Beschäftigung“ für diesen der Weg frei(er) gemacht werden sollte und wollte und offenbar nicht ganz freigemacht wird, lässt jedoch Spiel für Überlegungen, wem was hier nicht recht in der Menüplanung gelingen will. On va voir.

Elegante Lösungen liegen en passant von juristischen Differenzen nicht immer, oft genug am wenigsten im Mittel, Medien als Druckmittel zur Durchsetzung eigener Rechte oder Bedürfnisse durchzusetzen oder zu befriedigen, wo Justiz streitig oder gütlich noch ein Mittel der (Wieder-)Befriedung zwischen Betroffenen sein könnte. Und wenn und solange beiden daran wirklich und ernsthaft und mehr als anderes gelegen ist. Auch um Strahlkraft von Lebenswerken und Sternen nicht dem Boden vermeintlich schneller Siege zu opfern.

Ni X für U ngut!

Bild: Mediation, Schiedsverfahren , Schlichtung © Liz Collet

Advertisements

Über Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
Dieser Beitrag wurde unter Arbeitsrecht, Fotografie und Fotorecht, Kommentar, Law Art, Murnauer Spitzerl, News & Medien, Ni X für U ngut, Prozesse, Terminhinweise, Verfahrensrecht abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Über mehr oder minder geschmackvolle Nachfolgelösungen

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s