Wenn das Kind krank ist: Das steht berufstätigen Eltern zu

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Kinderarzttermin © Liz Collet

Eltern kennen das:

Kindergarten, KiTa und Schule sind ein Quell der Freude, neue Freunde kennenzulernen – und neue Infekte, die von Grippe über Magen-Darm-Infekte, Kinderkrankheiten bis hin zu den lieben kleinen Gesellen namens Läusen reichen.

Ob alleinerziehend oder nicht – spätestens dann gerät der sonst vielleicht weitgehend gut funktionierende Betreuungsplan in Konflikte mit dem Arbeitsplatz, weil von jetzt auf gleich ein Elternteil zuhause bleiben und zum Arzt und das Kind pflegen muss. Und will. Oder versorgt wissen will. Vom anderen Elternteil.

Denn was immer an hübschen Schlagzeilen zu lesen ist über neue Väter und zunehmende Zahlen von Vätern, die mehr Zeit für Kinder und auch Kinderbetreuung haben wollen – zwischen Theorie und Alltag und den konkreten Zahlen, wieviel solcher Zeit sie nicht am Abend oder wochenends und in Ferienzeiten PLANBAR dafür aufwenden liegen bereits grosse Unterschiede. Erst recht dann, wenn Väter ad hoc am Arbeitsplatz wegen erkrankten Kindes fehlen müssten.

Es nimmt nicht wunder, dass es unverändert auch Frauen sind, die dem unausgesprochenen und ausgesprochenen Vorwurf begegnen, „schon wieder wegen des Kindes“ nicht ihren Job zu machen und damit auch nur eingeschränkt für (notwendigerweise) planbare Projekte und interessantere Aufgaben berücksichtigt zu werden. Und in ihrer Erwerbsbiographie daher hinter der Entwicklung von Männern nach wie vor zurückstehen. Ausnahmen bestätigen bei beiden Seiten die Regel.Zum Thema auch interessant: Arbeitszeitoptionen im Lebensverlauf – Hans-Böckler-Stiftung

Mädchen, Mädchen © Liz Collet

Mädchen, Mädchen © Liz Collet

Aber fragen Sie mal, wieviele Frauen noch immer im Lebensalltag hören „Schatz, MEIN Chef würde das nicht verstehen. Und schliesslich bringt MEIN Job doch den Löwenanteil an Gehalt….“ generell, wenn es um Kinderteilzeit geht.

Oder „Unser kleiner Schatz braucht doch jetzt eh viel mehr seine MAMA“…. wenn der Krankheitsfall den Tagesplan über den Haufen wirft.

Fragen Sie Frauen, es gibt viele, viele Spielarten dieser Sätze. Und wenn Sie Notfallbetreuungen suchen für Kinderkrankheitsfälle ist es schon vielsagend, dass dann „Mama-Feuerwehr“ leichter als ein Pendant für Väter zu finden ist.

29 Prozent der Väter, deren Kind 2012 geboren wurde, nutzen Elternzeit, gegenüber 96 Prozent der Mütter ( destatis 2014).

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Väter, Kinder und Karriere in Kinderteilzeit © Liz Collet

Und deswegen werden auch von den Rechten, die bei Erkrankung des Kindes wahrgenommen werden, nach wie vor unterschiedliche Tageszahlen, an denen Mütter oder Väter am Arbeitsplatz fehlen, erfasst und zu lesen sein. Und selbst bei diesen können Sie noch von einer gewissen „Dunkelziffer“ ausgehen, die berücksichtigen müsste, wie oft Elternteile eher an der Wahrheit mit der Notlüge vorbei „sich krank melden“, als sich wegen Erkrankung des Kindes von der Arbeit freistellen zu lassen. Sei es, weil sie auf nur einen oder zwei Tage Krankheit und Fehlzeit hoffen, sei es, weil sie diese Zeit überbrücken müssen, bis andere Kinderbetreuung einspringen kann und will.

Diese Rechte haben Eltern:

  • Eltern können sich von der Arbeit freistellen lassen
  • Kinder müssen unter zwölf Jahre alt sein
  • Jedem Elternteil zehn Tage pro Kind jährlich zu
  • Ab dem ersten Tag ist ein ärztliches Attest erforderlich

Berufstätige Väter und Mütter haben einen Anspruch darauf, für die Pflege kranker Kinder von der Arbeit freigestellt zu werden. Pro Kind stehen jedem Elternteil zehn Tage zu, wenn

  • das Kind unter zwölf Jahre alt ist
  • ein Arzt die Krankheit und den Betreuungsbedarf attestiert hat
  • keine anderen im Haushalt lebenden Personen die Pflege übernehmen können

Bei mehreren Kindern gilt:

  • Bei zwei Kindern erhöht sich der Anspruch auf 20 Tage je Elternteil.
  • Ab drei Kindern gilt eine Obergrenze von 25 Tagen.

Alleinerziehenden steht die doppelte Zeit zu, also pro Kind 20 Tage, maximal 50 Tage im Kalenderjahr.

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Kindergeld, Kindesunterhalt, Kinderfreibetrag © Liz Collet

Wer zahlt, wenn das Kind gepflegt werden muss?

Das ist abhängig von Arbeitgeber und Branche. Manche Arbeitgeberunternehmen überweisen in den ersten fünf Tagen der Kinderpflege das Gehalt weiter; andere schließen arbeitsvertraglich eine entsprechende Lohnfortzahlung aus.

Zehn Tage Krankengeld pro Kind bei gesetzlich versicherten Eltern und Kind

Zahlt der Arbeitgeber nicht oder nicht für die vollen zehn Tage, bekommen gesetzlich Versicherte Geld von ihrer Krankenkasse – vorausgesetzt Kind und Eltern sind beide gesetzlich versichert.

Dieses Kinderkrankengeld beträgt 70 % des regelmäßig erzielten Bruttoarbeitsentgelts bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2018: 4.425 Euro im Monat), jedoch nicht mehr als 90 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgeltes.

Kein Kinderkrankengeld für Privatversicherte

Privat Versicherte erhalten in der Regel kein Kinderkrankengeld. Das Krankengeld in der privaten Krankenversicherung setzt immer voraus, dass die versicherte Person selbst arbeitsunfähig erkrankt ist  und zudem einen entsprechenden Tarif für das Krankengeld versichert hat.  Die Eltern haben in dem Fall einen Tarif auf Einkommensersatz bei Arbeitsunfähigkeit versichert, sind jedoch in diesem Falle nicht erkrankt und haben daher keinen Anspruch gegen ihren privaten Krankenversicherung auf Krankengeld.

Ist ein Elternteil privat und das andere gesetzlich pflichtversichert, gilt die Versicherung, bei welcher das Kind mitversichert ist.

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Kindererziehungszeiten© Liz Collet

Was ist zu beachten, wenn das Kind krank ist?

Wer wegen der Erkrankung des Kindes nicht zur Arbeit kommen kann, benötigt bereits am ersten Tag ein ärztliches Attest. Das ist anders als bei Erwachsenen, wo in der Regel spätestens am dritten Tag eine ärztliche Krankenbescheinigung vorzulegen ist.

Aber in beiden Fällen muss der Arbeitgeber unverzüglich über das erforderliche Fernbleiben in Kenntnis gesetzt werden.

Was tun, wenn die Kinderkrankentage aufgebraucht sind, weil die Erkrankung länger dauert oder schon häufiger im Kalenderjahr in Anspruch genommen werden mussten?

Dann muss eine andere Betreuung organisiert oder bezahlter oder unbezahlter Urlaub beim Arbeitgeber beantragt werden. Das gilt ohnehin auch für kranke Kinder, die zwölf Jahre oder älter sind, denn auch diese können oft auch nicht alleine zuhause bleiben.

In einigen Städten bieten Organisationen mittlerweile an, sich um kranke Kinder zu kümmern. Diese oder private Organisationen und Anbieter kosten natürlich (Stundensatz/pauschal) und man sollte sich nicht erst im Krankheitsfall über diese informieren. Schliesslich will man sein Kind auch in solchen etwaigen Fällen nicht in jedermanns Händen wissen und nicht jeden dazu auch in die eigene Wohnung lassen. Auch wenn man bei solchen Organisationen nicht die Betreuungsperson vorher aussuchen kann, die im Fall der Fälle dann verfügbar ist und einspringt, ist es doch wichtig und beruhigend, wenn man zumindest die Organisation selbst bereits kennt und deren Bedingungen und auch Kosten. In München gibt es beispielsweise „Zuhause gesund werden“, die von der LHS München gefödert werden, die sich auch für Lösungen weniger verdienender Betroffener bemühen bei den Kosten.

Ähnliche Organisationen bestehen möglicherweise auch für Ihren Wohnort.

Wie ist die Rechtslage bei schwerstkranken Kindern?

Ist ein Kind unheilbar krank, oder hat nur noch wenige Wochen zu leben, haben Eltern einen unbefristeten Anspruch auf Freistellung und Kinderkrankengeld.

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In der Theorie ist der Fall nach der Rechtslage also klar:

Der Arbeitgeber kann Ihnen nicht kündigen, weil Ihr Kind krank ist. Die Vergütung für die Betreuungszeit mag variabel oder auch ausgeschlossen sein. Das gilt nicht aber für das Recht auf Freistellung. Das ist unanfechtbar und die elterliche Fürsorge um das Kind hat immer Vorrang.

Was aber, wenn es hart auf hart kommt? Es ist grundsätzlich ratsam, vorbereitet zu sein, denn als Arbeitnehmer muss der Elternteil nachweisen, dass eine etwaige Kündigung auf Grund zu häufiger Fehlzeiten wegen Ihres erkrankten Kindes erfolgte. Elternteile sollten also Belege für jeden einzelnen Krankheitstag und die Betreuungssituation sammeln: Sowohl ärztliche Atteste des Kinderarztes als auch Nachweise, dass außer ihnen niemand für die Pflege des kranken Kindes zur Verfügung stand.

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